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Fit für Arbeitsmarkt: Neue Sprachförderung für Flüchtlinge

Der Main-Taunus-Kreis möchte Flüchtlinge schneller fit für den Arbeitsmarkt machen. Dabei soll vor allem das Pilotprojekt „Arbeit und Sprache“ helfen. Die erste Bilanz lässt hoffen.
Projektteilnehmer Anas Shab Kalyia im Gespräch mit Kreisbeigeordnetem Johannes Baron, Petra Hauzel-Litzinger, Mitarbeiterin im Amt für Arbeit und Soziales, sowie Professor Daniela Eslner von CampuService (von links). Projektteilnehmer Anas Shab Kalyia im Gespräch mit Kreisbeigeordnetem Johannes Baron, Petra Hauzel-Litzinger, Mitarbeiterin im Amt für Arbeit und Soziales, sowie Professor Daniela Eslner von CampuService (von links).

Bei der Integration von Flüchtlingen geht der Main-Taunus-Kreis seit September neue Wege. Dazu hat er das Sprachförderprogramm „Arbeit und Sprache“ ins Leben gerufen. Es soll helfen, die Arbeitsmarktchancen von Bleibeberechtigten zu verbessern. Entwickelt wurde das Konzept von der CampuService GmbH, einer Tochtergesellschaft der Frankfurter Goethe-Universität. „Wir wollen mit enger Verknüpfung von Sprache und Arbeit integrieren“, sagt Kreisbeigeordneter Johannes Baron. Doch wie kann das gelingen und wie fällt die Bilanz nach knapp sechs Monaten aus? Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.

Für wen ist das Modellprojekt „Arbeit und Sprache“ gedacht?

Das Programm richtet sich an bleibeberechtigte Flüchtlinge, die Leistung nach dem Sozialgesetzbuch II erhalten. Das sind rund 1600 Menschen im Main-Taunus-Kreis.

Wie viele Flüchtlinge nehmen aktuell daran teil?

19 Flüchtlinge.

Wie werden die Teilnehmer ausgewählt?

Das Übergangsmanagement des Amtes für Arbeit und Soziales weist die Teilnehmer zu. Diese haben in der Regel einen Integrationskurs abgeschlossen. Das Sprachniveau ist für die Teilnahme nicht ausschlaggebend. Nach Abschluss von „Arbeit und Sprache“ wird der Integrationsprozess im Übergangsmanagement fortgesetzt.

Wo finden die Kurse statt ?

Die Kurse finden in den Räumen der Dienstleistungs-Gesellschaft Taunus in Hattersheim und des DRK in Bad Soden sowie Eppstein-Vockenhausen statt.

Warum ist das Modellprojekt besser als ein allgemeiner Integrationskurs?

Die Sprachkurse seien zugeschnitten auf die Flüchtlinge und orientierten sich an den Tätigkeitsfeldern der Arbeitsgelegenheiten, heißt es von der Pressestelle des Main-Taunus-Kreises. Das sind beispielsweise Tätigkeiten beim Caritasverband, dem Diakonischen Werk, der Arbeiterwohlfahrt und dem DRK. Der Unterricht kann im Einzel- oder Gruppenunterricht stattfinden. Die Kurse sind in Modulen aufgebaut sind, die Themen wie Handwerk, Technik oder Buchhaltung behandeln. Der Unterschied zur Volkshochschule (VHS) liege im Ansatz. Die Klassenbildung werde bei der VHS auf Grundlage des Sprachniveaus vorgenommen. Bei „Arbeit und Sprache“ setze sich die Klasse aus vielen unterschiedlichen Sprachniveaus zusammen. Es gebe keinen konkreten Lehrplan, den es einzuhalten gelte. Vielmehr werde flexibel auf die Unterrichtssituation reagiert.

Wie teuer ist das Programm?

Die Sprachförderung für Flüchtlinge kostet pro Jahr rund 216 000 Euro. Finanziert wird sie vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration.

Wie fällt die Bilanz nach knapp sechs Monaten aus?

Positiv. Laut Pressestelle haben sechs Flüchtlinge einen Job, zwei eine Ausbildung beziehungsweise einen Minijob gefunden. Das Projekt wurde daher um ein Jahr verlängert.

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