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Neueröffnung in Eppstein: Neuer Edeka: 7,5 Millionen für 33 Arbeitsplätze

Von Dirk Baßler hat das Geschäft von der Pike auf gelernt und führt jetzt den Supermarkt, von dem viele Neukunden schwärmen.
Eine der ersten Kundinnen: Juliane Rödl wird von Chef Dirk Baßler und Julia Weich, vom Altstadt-Supermarkt übernommen, bedient. Eine der ersten Kundinnen: Juliane Rödl wird von Chef Dirk Baßler und Julia Weich, vom Altstadt-Supermarkt übernommen, bedient.
Eppstein. 

Michael Kraus ist einer der Ersten, der am Mittwoch punkt 8 Uhr seinen Einkaufswagen in den neuen Edeka-Markt schiebt. „Moin Herr Baßler. Viel Erfolg. Ich bin der Kunde“, sagt er salopp zu Dirk Baßler, dem neuen Chef des Ladens mit 1440 Quadratmetern Verkaufsfläche, 33 Mitarbeitern, 75 Parkplätzen und Investitionen von 7,5 Millionen Euro. Vom ersten Eindruck ist Kraus angetan. Früher habe er vor allem im kleinen „Nah & gut“-Laden in Alt-Eppstein eingekauft – der habe nun aufgegeben.

BI sieht Zusammenhang mit Geschäftsaufgaben – ...

Der neue Edeka kommt bei vielen Bürgern gut an. Nicht aber bei allen. „Herzlichen Glückwunsch – die Folgen kluger Politik lassen nicht lange auf sich warten: Noch vor Eröffnung des Edeka-Marktes

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Mehr als sechs Jahre hat Julia Weich dort gearbeitet. Nun sitzt sie bei Baßler an der Kasse. „Das ist schwer aufregend, alles neu. Man hat viel zu lernen“, sagt die Eppsteinerin, nachdem sie die ersten Kunden bedient hat. Es sei schön, „die alten Gesichter zu sehen“, die bei „Nah & gut“ eingekauft haben. Alle fünf Mitarbeiter von dort wurden übernommen, betont Julia Weich. Ebenso ist die Post von der Altstadt im neuen Edeka untergekommen, hat bis 20 Uhr geöffnet, der Supermarkt sogar bis 21 Uhr.

„Kritiker gibt es immer“

Frank Gruner aus Bremthal kommt auf dem Weg zur Arbeit hier vorbei. Er ist der allererste Kunde, der an der Kasse bezahlt hat. „Nett, freundlich“, mit „motivierten Leuten“ – so sein Eindruck vom Supermarkt, über den nicht alle Eppsteiner nach der langen Vorgeschichte derart schwärmen (siehe Info). Dirk Baßler hat das natürlich mitbekommen. „Kritiker gibt es immer“, sagt der 37-Jährige, der in Waldems-Steinfischbach wohnt. Doch bei der festlichen Eröffnung mit Politik und Wirtschaft am Abend vorher und auch sonst habe er hier vor allem positive Stimmen vernommen. „Sie sind alle für den Edeka.“ Allen voran Christa Barni, die in der Nachbarschaft wohnt und während der einjährigen Bauzeit täglich mehrmals an Ort und Stelle war, „weil mich das einfach interessiert“. Einige Lastwagen, die falsch gefahren waren, habe sie wieder zurück dirigiert. Auch der Unmut ihrer Nachbarn über den Klotz in der Umgebung habe sich wieder gelegt, ist sie überzeugt. „Der ist schön geworden, der Laden hier. Man braucht nicht mal ein Auto.“

Vorher eine Müllhalde

Juliane Rödl, Chefin der Eppsteiner Burgschauspieler und Anwohnerin, hat die Eröffnung „sehnsüchtig“ erwartet. Der Laden sei für Eppstein „notwendig“ findet sie. Und vor allem sei nun der Ortseingang verschönert. „Das war ja vorher eine Müllhalde.“ Bisher kaufte sie vor allem beim Eppsteiner Aldi und beim Rewe im Fischbach ein. Ein guter Laden, der „weiter seine Stammkundschaft behalten wird“, ist Juliane Rödl überzeugt. Das hoffen auch die Kelkheimer für ihren Rewe. Bürgermeister Albrecht Kündiger macht nach der Eröffnung des konkurrierenden Edeka erneut deutlich, dass er die Entwicklung in Fischbach im Auge behalten wird. Denn der Markt ist auch für die „Bergdörfer“ Ruppertshain und Eppenhain sehr wichtig.

Während hingegen die Eppsteiner nun verstärkt im Ort einkaufen sollen – das zentrale Ziel des Projektes. Dirk Baßler würde es freuen. Die Aufregung an Tag eins ist ihm anzumerken. Ständig wird er irgendwo gebraucht, auch seine Frau hilft in der Startphase mit. Den Schritt als selbstständiger Kaufmann für Edeka hat er lange vorbereitet, im Konzern als 16-Jähriger ausgeholfen, dort gelernt. Er war zuletzt Marktleiter bei Edeka Georg in Bad Homburg. Dass er die fünf Kollegen von „Nah & gut“ in der Altstadt übernommen hat, sei ihm „ganz wichtig“. Und die Verbundenheit zur Stadt ist da: Sei es mit heimischen Produkten wie Eppsteiner Honig, Salzen und Nüssen – oder auch mit dem großen Bild der Burg an der Eingangs-Wand.

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