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Kita Fischbach: Städtische Kita ist mit besonderem Großeltern-Projekt gestartet

Eltern engagieren sich schon lange in der städtischen Kindertagesstätte Fischbach. Jetzt haben Kindergartenleiterin Brigitta Lenger und ihre Kolleginnen auch die Großeltern mit ins Boot geholt. Und die planen viele tolle Aktionen für die Kinder.
Arbeitsteilung in der Kita: Hannelore Kuhn bei der Bücherausgabe mit Enkel Sebastian und Marlene – und im Hintergrund liest Reinhard Freiwald seinem Enkel Luca und anderen Kindern etwas vor. Foto: Knapp Arbeitsteilung in der Kita: Hannelore Kuhn bei der Bücherausgabe mit Enkel Sebastian und Marlene – und im Hintergrund liest Reinhard Freiwald seinem Enkel Luca und anderen Kindern etwas vor.
Fischbach. 

„Wir hatten die Idee, uns den älteren Generationen gegenüber zu öffnen, Omas und Opas bewusst in den Kindergarten zu holen“, erzählt Birgitta Lenger, Leiterin der städtischen Kita Fischbach. Zunächst intern besprochen, fand der neue Ansatz schnell Zustimmung im Team, wurde von den Eltern begrüßt und vor allem von den Großeltern begeistert aufgenommen.

Um deren Motivation abzufragen, wurden die Omas und Opas der Kita-Kinder angeschrieben und ihre Ideen eingeholt. „Die Zustimmung war sofort vorhanden“, erinnert sich Lenger.

Reinhard Freiwald, Hannelore Kuhn und Anne Niebergall stehen nun exemplarisch für anfangs über 15 Großeltern, die kreative Ideen umgesetzt haben. Dank ihnen wird nun wöchentlich gebacken, von der Kindheit vor über 60 Jahren berichtet oder in der Bücherei vorgelesen.

Oft vernachlässigt

Viel zu häufig werde das Thema Mehrgenerationenfamilie aufgrund der Lebensumstände vernachlässigt. Doch „wir alle profitieren von den Erfahrungen der unterschiedlichen Generationen“, erklärt Lenger. „Heute arbeiten viele Mütter mit, und wir Senioren sind ja noch fit“, unterstreicht Hannelore Kuhn.

Beide Seiten sehen das Projekt als Bereicherung. Zunächst wurde den Großeltern der Ablauf erklärt. Einfallsreiche Ideen waren dann schnell gefunden. Eine Woche später wurde ein Kennenlern-Bistro für die Omas und Opas veranstaltet.

Seither überraschen die Senioren die 112 Kinder mit immer mit neuen kreativen Angeboten: Anne Niebergall hat beispielsweise mit den Knirpsen Apfelmuffins und Weihnachtsplätzchen gebacken. Der dreieinhalbjährige Linus Ley, der bei der Backaktion mitgemacht hat, ist begeistert. „Die waren lecker“, erzählt er. Seine Mutter nickt zustimmend und erzählt, wie fröhlich der Filius nach dem Backtag nach Hause kam.

Familie Qader freut sich besonders über den neuen Büchereidienst durch Hannelore Kuhn. Er steigere die Motivation der Kinder, hier Lesefutter auszuleihen, sagt sie. Kuhn kümmert sich zusammen mit Reinhard Freiwald um rund 700 Bücher und deren Ausleihe. Freiwald wuchs in einer ländlicheren Region im Kreis Dieburg auf. Über seine Kindheit auf dem Land ohne fließendes Wasser und ohne Kindergarten hat er den Kindern auch bereits berichtet. Zwei weitere Großväter planen, alte Spielsachen im Kindergarten zu präsentieren. Während heute vor allem Plastik verwendet wird, waren es früher nämlich Blech und Holz.

Voneinander lernen

Dass das Projekt ein Erfolg ist, davon sind alle Beteiligen überzeugt. Das große Engagement mit vielen guten Ideen mache ein buntes Programm möglich. „Wir müssen uns gewiss noch annähern und einiges muss abgesprochen werden, aber schon heute lieben die Kinder das Angebot“, freut sich die Leiterin. Das Wunderbare sei, dass jede Generation von der anderen profitiere. „Es sollte künftig ganz normal sein, dass sich Omas und Opas im Kindergarten einbringen“, hofft sie.

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