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Bürgermeisterkandidaten: Umgehung wird Wahlkampfthema in Weilbach

Von Nachdem sich Markus Ochs und Bernd Blisch bei dem Verein „Weilbach wehrt sich“ für den schnellen Bau der Ortsumgehung eingesetzt haben, stellt der Vorstand klar, dass der Verein keinen Bewerber unterstützen werde.
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Weilbach. 

Nachdem eine große Umgehung im Bürgerentscheid 2011 abgelehnt wurde, blieb die kleine Umfahrung als letzte Hoffnung für den Stadtteil. Eine schnelle Entlastung wird von vielen Weilbachern herbei gesehnt und vom Verein „Weilbach wehrt sich“ (WWS) energisch gefordert. Kurz: Die Ortsumfahrung eignet sich als Wahlkampfthema. Die beiden neuen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl haben dies auch bereits für sich entdeckt. Markus Ochs, der als unabhängiger Kandidat antritt, versuchte beim Treffen mit WWS-Vertretern, Anhänger zu rekrutieren. Nach einem Austausch mit Mitgliedern der Initiative forderte er in einer Stellungnahme einen engagierteren Einsatz für die Umgehung. Der Kandidat des Viererbündnisses, Bernd Blisch (CDU), traf sich ebenfalls mit dem WWS, um Positionen auszutauschen. Es müsse „mit vollem Nachdruck“ an der Umsetzung der Ortsumfahrung gearbeitet werden, betonte der Wahlkämpfer auf Nachfrage dieser Zeitung.

Keine Einflussnahme

Der Verein der Umgehungsbefürworter wehrte sich anschließend gegen den Verdacht einer politischen Einflussnahme. Nach Bekanntwerden der Kontakte zu den beiden Bürgermeisterkandidaten, sei unterstellt worden, der WWS favorisiere oder unterstütze einen bestimmten Bewerber. Dieses Gerücht weisen die Weilbacher von sich. „WWS ist unabhängig und parteipolitisch neutral“, heißt es in einer Erklärung. „Wir sprechen mit jedem, der an Gesprächen mit uns interessiert und dazu bereit ist.“ Eine Wahlempfehlung gebe es nicht.

Gleichzeitig gibt sich der Verein skeptisch, dass ein rascher Bau der Umgehung unter den derzeitigen Bedingungen möglich ist. Die im Dezember beschlossene dritte Offenlegung des Bebauungsplans für den ersten Teilabschnitt der Umgehung sei immer noch nicht erfolgt, moniert der WWS. Außerdem habe Bürgermeister Antenbrink im Januar auf einer SPD Veranstaltung erklärt, dass die Stadt nicht über alle Grundstücke für den ersten Bauabschnitt verfüge.

Info: Die Umfahrung

Die Ortsumfahrung wird in zwei Abschnitten entwickelt. Der erste Abschnitt, für den die Stadt schon einen Großteil der benötigten Flächen erworben hat, verbindet die L3265 auf Höhe des FC

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Die Wahlkämpfer betonen derweil die Wichtigkeit einer schnellen Lösung: Im Wahlprogramm von Markus Ochs heißt es, dass sich die derzeitige Verwaltung nicht so recht an die Umsetzung traue. Er habe vor, die Anwohner aktiv in die Planung des Lärmschutzes einzubinden. Dass Weilbacher die neuesten Informationen über eine Parteiveranstaltung der SPD erhielten, sei ein „Unding“.

Man dürfe bei den Verhandlungen um die benötigten Grundstücke nicht nachlassen, betont Bernd Blisch. Der Kandidat des Viererbündnisses erkennt allerdings keine großen Unterschiede bei den Positionen der Flörsheimer Parteien: Die Umgehung müsse so schnell wie möglich kommen – dies werde von allen so gesehen. Blisch fordert jedoch eine transparente Informationspolitik. Auch er möchte die Trasse der Umgehungsstraße so planen, dass möglichst wenig Lärm für Anwohner entsteht. „Das ist nichts, was Herr Ochs erfunden hat“, sagt Blisch.

Infos an Stadtverordnete

Der amtierende Bürgermeister Michael Antenbrink gibt zu verstehen, dass er den anhaltenden Wirbel um die Umgehung für Wahlkampfgetöse hält. Aus seiner Sicht ist die Situation klar: „Wir haben eine Vereinbarung mit Hessen Mobil und dem Bund“, erklärt der Verwaltungschef. Der Bund lege Wert darauf, dass die zwei Abschnitte der Umgehung zusammen gebaut werden. Deshalb könnten die Arbeiten erst beginnen, wenn Baurecht für beide Teile besteht. Antenbrink weist außerdem darauf hin, dass sich 90 Prozent der Flächen für den ersten Abschnitt im Besitz der Stadt befinden. Der Rest sei unproblematisch, weil er der GRKW oder Regionalpark Gesellschaft gehöre.

Den Vorwurf, er hätte zusätzliche Informationen auf einer SPD Veranstaltung herausgegeben, lässt der Verwaltungschef nicht gelten. Dort habe er dasselbe gesagt, was er zuvor in der Stadtverordnetenversammlung berichtete.

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