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Stadtentwicklung: Vorerst nur Gewerbegebiet südlich der Bahnstraße in Sulzbach

Von Der Traum von einem großen Wohn- und Gewerbegebiet „Südlich der Bahnstraße“ ist geplatzt. Jetzt soll entlang der L 3266 gegenüber vom Main-Taunus-Zentrum zumindest eine Gewerbeansiedlung entstehen.
Firmenschilder gibt es hier schon einige: Entlang der L 3266 zwischen Main-Taunus-Zentrum und Ortseingang Sulzbach soll ein weiteres Gewerbegebiet entstehen. Foto: Hans Nietner Firmenschilder gibt es hier schon einige: Entlang der L 3266 zwischen Main-Taunus-Zentrum und Ortseingang Sulzbach soll ein weiteres Gewerbegebiet entstehen.
Sulzbach. 

Das geplante große Wohn-und Gewerbegebiet „Südlich der Bahnstraße“ konnte nach einem langen Beteiligungsprozess der Bürger nicht realisiert werden, weil die Frage der Verkehrsführung ungelöst blieb. Jetzt wird ein neuer Anlauf genommen, um zumindest neues Gewerbe anzusiedeln. Im Planungs- und Bauausschuss wurde bei einer Gegenstimme der Freien Wähler die Aufstellung eines Bebauungsplans für ein Gewerbegebiet an der L 3266 in einem Teilbereich des Gebietes „Südlich der Bahnstraße“ beschlossen, das schon bei den bisher diskutierten Planungen als Gewerbegebiet vorgesehen war.

Damit fand ein Antrag der SPD-Fraktion eine deutliche Mehrheit, zu dem die CDU noch interessante Anmerkungen zu einer möglichen Verkehrsanbindung hinzugefügt hat. Diese Ideen sollen von der Gemeindeverwaltung geprüft werden.

Der CDU-Gemeindevertreter Stefan Uhrig unterstrich, dass entgegen früherer Überlegungen die Bahnstraße auf jeden Fall geöffnet bleiben muss und zudem an der südlichen Grenze des jetzt vorgesehenen Gewerbegebietes gegenüber vom Main-Taunus-Einkaufszentrum ein neuer Knotenpunkt als Zufahrt zu der Gewerbeansiedlung entstehen muss. Uhrig: „Dieser neue Verkehr kann auf keinen Fall über die Bahnstraße geleitet werden.“

Zwei neue Varianten

Die CDU-Fraktion bittet die Gemeindeverwaltung, zwei Varianten der Verkehrsführung zu prüfen:

  Die Verschwenkung der L3266 in der Verlängerung der Bahnstraße mit einem neuen Knotenpunkt an der B 8 und Rückbau der bestehenden Straße zwischen Bahnstraße und dem Anschluss an die B 8.

  Die Einrichtung eines großen Kreisverkehrs anstelle des bestehenden Knotenpunktes L 3266/Bahnstraße.

Im Bedarfsfall erweiterbar

Stefan Uhrig stellt sich das neue Gewerbegebiet von den Abmessungen so vor wie das in Richtung Bad Soden gegenüberliegende Gewerbegebiet Otto-Volger-Straße. Man solle aber so planen, dass das Areal im Bedarfsfall erweiterbar ist, eventuell auch für Wohnbebauung.

Zunächst hatte der Ausschussvorsitzende Stefan Hartmann (FDP) vorgeschlagen, vor dem Beschluss zur Aufstellung eines Bebauungsplans eine Informationsveranstaltung oder eine Klausurtagung zu legen. Bürgermeister Elmar Bociek (CDU) drängte aber „auf eine schnelle Entscheidung in Sinne des Standortes“, weil der SPD-Antrag vom 8. Juni 2017 schon einmal „geschoben“ wurde. Dies wurde von der SPD-Fraktion ausdrücklich begrüßt.

Für Verwirrung sorgte der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, Manfred Reccius, der monierte, dass nur von einem Gewerbegebiet und nicht von Wohnungsbau die Rede sei: Er fragte: „Verabschiedet man sich von einer Wohnbebauung?“

Gerald Herbst (SPD) sagte, dass man mit dem Beschluss zur Ansiedlung von Gewerbegebiet zunächst den kleinsten gemeinsamen Nenner gefunden hat. Die SPD-Fraktion habe in einem Antrag am 31. Januar von der Gemeindeverwaltung eine Wohnungsbedarfsanalyse angefordert. Auf deren Grundlage sollte dann über neue Wohngebiete diskutiert werden.

Manfred Reccius forderte aber, den SPD-Antrag um Wohnbebauung zu ergänzen, stand bei der Abstimmung jedoch allein auf weiter Flur. Er votierte dann als einziger gegen die Vorlage, über die am 15. Februar im Gemeindeparlament endgültig abgestimmt wird.

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