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Wartelisten sind voll: Zuschüsse für Eltern ohne Kita-Platz

Von Eine Bezuschussung für Sulzbacher Eltern, die andere Möglichkeiten nutzen, soll die Situation entschärfen. Die Sozialdemokraten halten dies für den falschen Ansatz.
Symbolbild Foto: Julian Stratenschulte (dpa) Symbolbild
Sulzbach. 

Sulzbacher Eltern, die ihre Kinder bei Kindertagespflegepersonen wie Tagesmüttern oder in privaten Einrichtungen betreuen lassen und derzeit keinen Platz in einer durch die Gemeinde subventionierten Kindertagesstätte für ihre Kinder finden, sollen künftig einen finanziellen Zuschuss erhalten. Dies wurde in der Sitzung des Sozial-, Umwelt- und Kulturausschusses bei Gegenstimmen der SPD beschlossen. Diese vorgesehene Bezuschussung wird auch noch im Haupt- und Finanzausschuss (22. Juni) beraten und soll im Gemeindeparlament (29. Juni) endgültig beschlossen werden.

Der Gemeindevorstand schlägt vor, dass ein Zuschuss auf die die gemeindlichen Benutzungsgebühren übersteigende Summe bis zur maximalen Höhe von 264 Euro im Monat gezahlt werden soll. Ziel dieses Beschlusses, der aus einem Antrag der CDU resultiert, ist, dass die vorhandenen Plätze in der Kindertagespflege in Sulzbach vermehrt von Kindern aus der Gemeinde genutzt werden und dass die finanziellen Unterschiede in den verschiedenen Angeboten der Kinderbetreuung reduziert werden. Hintergrund ist auch, dass von 56 Plätzen, die die Sulzbacher Tagesmütter anbieten, nur 13 von Sulzbacher Kindern besetzt sind.

Höchste Betreuungsquote

Die Situation ist ernst. Obwohl Sulzbach nach Angaben der Gemeindeverwaltung die mit Abstand höchste Betreuungsquote für Kinder unter drei Jahren im Main-Taunus-Kreis aufweist, stehen aktuell 41 Kinder bis zum 31. Dezember 2017 auf den Wartelisten.

Durch den geplanten Anbau an die Kindertagesstätte „Zuckerrübe“ und die Erweiterung der Gruppenstärken in der Bestandsgruppen der „Zuckerrübe“ sowie im katholischen Kindergarten können weitere 22 neue Plätze geschaffen werden. Mit diesen Maßnahmen würde sich die Warteliste auf 19 reduzieren. Zudem sollen mit der jetzt diskutierten Vorlage die Plätze bei Tagesmüttern für Sulzbacher Kinder attraktiver werden. Dies kann nach Meinung aller Fraktionen – bis auf die SPD – mit einer annähernden Angleichung der Kostenbeiträge für die Tagespflegepersonen an die Gebühren der Gemeinde erreicht werden.

Um den Sulzbacher Eltern Anreize zu bieten, auch die in der Regel kostenintensiveren Angebote der privaten Anbieter zu nutzen, soll das Angebot der Bezuschussung auch auf diese Einrichtungen entsprechend erweitert werden.

Bis auf die SPD stimmen alle Fraktionen der Vorlage zu. Joachim Kahle von der SPD-Fraktion glaubt nicht, dass diese Bezuschussung neue Betreuungsplätze bringt: „Das ist der falsche Ansatz. Es wird keine Entlastung geschaffen, weil zum Beispiel die Tagesmütter sowieso ausgebucht sind.“

„Kein Ersatz für Neubau“

Stefan Uhrig von der CDU erinnerte daran, dass seine Fraktion vor drei Jahren schon einmal denselben Antrag gestellt hat, aber damals die Mehrheitsverhältnisse im Parlament anders waren. Uhrig: „Das soll kein Ersatz für einen eventuellen Neubau einer Kindertagesstätte sein, sondern ein zusätzliches Angebot.“

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