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Anwohner des Einkaufszentrums: „Die Leute haben schon drauf gewartet“

Seit vergangenem Dienstag gibt es im Einkaufszentrum Dicker Busch II wieder einen Supermarkt. Nach anderthalb Jahren Leerstand sind die aktuellen Nutzer froh darüber, wieder einen Discounter zu haben. Die Gründe hierfür sind unterschiedlich.
Alfred Altmann Bilder > Foto: (SUsanne Rapp) Alfred Altmann
Rüsselsheim. 

Eine Girlande aus gelben und roten Luftballons schmückt noch den Eingang des Netto-Marktes im EKZ Dicker Busch II. Rabatte werden auf Schildern vor dem Markt angepriesen und auch Werbung für den integrierten Bäcker und seine stets frische Ware stehen direkt vor den Türen.

Anderthalb Jahre lang stand der Gebäudeteil, in dem zuvor ein Supermarkt beheimatet war, leer. Für ältere Menschen, die vor Ort leben, war der Wocheneinkauf schwierig. „Es wurde Zeit, dass endlich wieder mal hier an die älteren Leute gedacht wurde“, erklärt Pamela Köhler, die im Hessenring wohnt und gemeinsam mit ihrer Freundin Brigitte Schneider gerade aus dem Geschäft kommt. Die sagt: „Wir sind froh darüber, dass er wieder auf ist.“ In den vergangenen Monaten musste Pamela Köhler für ihre Einkäufe zum Supermarkt an der Adam-Opel-Straße fahren oder in die Stadt. Das kostete sie jedes Mal 4,20 Euro für das Bus-ticket. „Die Leute haben schon drauf gewartet. Hier wohnen so viele alte Leute“, sagt sie und lobt die praktischen Einkaufswagen und das Angebot des Marktes.

Auch Renate Hinzmann ist der Meinung, der neue Supermarkt sei „sehr gut für ältere Leute und für Mütter mit Kindern“. Die hätten kein eigenes Auto. Daher sei es gut, wieder ein Angebot in der Nähe zu haben. Sie selbst wohnt im Dicken Busch I und klagt darüber, dass es dort kein Einkaufszentrum mehr gebe. Aber Häuser würden dort gebaut und Parkplätze entstünden, sagt sie und vermutet, dass dann dort auch Einkaufsmöglichkeiten geschaffen werden.

Auch eine Muslima, die mit ihrer Mutter vom Einkaufen aus dem Supermarkt kommt, findet das Angebot gut. Vorher kaufte sie bei anderen Discountern in der Umgebung ein. Das Fehlen eines Supermarktes sei schwer für ältere Leute und solche, die kein Auto hätten. Sie selbst ist mobil und die Fahrt zu anderen Anbietern daher kein Problem.

Alfred Altmann (Foto) kann sich der Meinung der Besucher nur anschließen. Er ist mit dem Fahrrad unterwegs; in seinen Bundeswehr-Rucksack, den er auf dem Rücken trägt, passe jede Menge rein, wie er sagt. Auch größere Einkäufe. Der junge Mann wohnt in Haßloch Nord, ist aber in der Robert-Bunsen-Straße (Dicker Busch) aufgewachsen. Für ihn ist das ein Grund, auch immer mal wieder die Einkaufsmöglichkeiten der alten Heimat zu nutzen.

Gentiana Krasniqi (Foto) ist mit Tochter Amelia unterwegs. Vor der Neueröffnung ging sie in einem Discounter in der Adam-Opel-Straße einkaufen. Es sei schwierig gewesen, die ganzen Einkäufe nach Hause zu transportieren. Besonders dann, wenn da auch noch der Kinderwagen ist, der mit muss. Die anderen Supermärkte im EKZ Dicker Busch seien ihr zu teuer gewesen. Auch bekäme man dort nicht alles. Nun wird künftig eben der neue Netto-Markt ihr Ziel für den täglichen Einkauf sein.

35 Jahre lang hat ein Ehepaar im Dicken Busch gewohnt, bevor Frankfurt die neue Heimat wurde. Aber zum Wochenmarkt donnerstags kommen sie gern zurück. Und dann wird auch gleich im neuen Supermarkt eingekauft.

„Ich bin froh, dass das Versprechen von Patrick Burghardt realisiert wurde“, sagt Reinhard Zogeiser (Foto) aus Haßloch, der mit Frau Hannelore einkaufen war. Den neuen Supermarkt werde er künftig für den sogenannten Nahkauf nutzen. Also Dinge, die beim Großeinkauf vergessen wurden. Und Hannelore Zogeiser stellt fest: „Das ist eine Aufwertung für das Einkaufszentrum.“

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