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Bürgermeisterwahl: Die beiden Favoriten gehen ins Stechen

Von Groß-Gerau hat gewählt. Doch wer nach Stefan Sauers Wechsel in den Bundestag Bürgermeister in der Kreisstadt wird, steht noch nicht fest. Dafür hat sich die Zahl der Kandidaten von sechs auf zwei verringert.
Monika Freitagsmüller (Mitte) erzielte einen Achtungserfolg. Bilder > Monika Freitagsmüller (Mitte) erzielte einen Achtungserfolg.
Groß-Gerau. 

Start-Ziel-Sieg: So lässt sich das Ergebnis der ersten Runde der Bürgermeisterwahl in Groß-Gerau aus Sicht von Erhard Walther beschreiben. Als das Resultat der Auszählung im prall gefüllten Saal des historischen Rathauses bekannt gegeben wird, führt der CDU-Mann von Anfang an. Und gibt diese Führung nicht mehr ab. 35 Prozent der Stimmen vereinigt er laut vorläufigem Endergebnis auf sich. Großer Applaus, als es auf der Leinwand erscheint, auf die gut hundert Menschen gebannt schauen. Kurz darauf Handschlag mit Sozialdemokratin Ute Wiegand-Fleischhacker, mit der Walther in zwei Wochen zur Stichwahl um den Chefsessel im Rathaus antreten wird. Kurz lächeln für die Kameras, dann ein erster Kommentar zum Ergebnis: „Ich glaube es hat gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Es ist wichtig, dass wir jetzt im bürgerlichen Lager die restlichen Stimmen sammeln, um in der Stichwahl sicher übers Ziel zu kommen.“ Dass es zur Stichwahl kommt, sei bei sechs Kandidaten klar gewesen. Zwar habe es auch Stimmen gegeben, die ihm die absolute Mehrheit im ersten Wahlgang zugetraut hätten, doch er selbst habe daran nie geglaubt. In den kommenden zwei Wochen will Walther nicht nur das bürgerliche Lager zusammenführen, sondern auch „noch mal klar sagen“, was seine Kandidatur ausmacht. Er wirbt etwa für die Sanierung von städtischen Gebäuden und die Themen Infrastruktur für Elektromobilität und Digitales.

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Kommentar

Sechs Kandidaten, keine Überraschung und noch keine Entscheidung. Jetzt aber nur noch zwei Kandidaten. Dass Erhard Walther und Ute Wiegand-Fleischhacker das Rennen unter sich ausmachen, war zu

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Erfolg für Freie Wähler

SPD-Kandidatin Ute Wiegand-Fleischhacker liegt im ersten Durchgang kontinuierlich hinter Walther. Als sie mit der Schillerschule endlich einen Wahlbezirk für sich entscheidet, klatschen ihre Genossen im Rathaus-Saal umso lauter. Insgesamt holt sie am Sonntagabend 24,3 Prozent der Stimmen. Was sie in den nächsten zwei Wochen unternehmen will, um das Rennen noch für sich zu entscheiden? „Es gilt jetzt, meine Themen noch mal intensiver darzustellen“, antwortet Wiegand-Fleischhacker. Insbesondere werde in Groß-Gerau bezahlbarer Wohnraum benötigt und auch bei den Themen Kinderbetreuung und Barrierefreiheit gebe es viel zu tun. Bei ihren Hausbesuchen im Wahlkampf habe sie wahrgenommen, wie wichtig diese Punkte den Bürgern sind.

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Einen Achtungserfolg hat die Kandidatin der Freien Wähler bei der Bürgermeisterwahl eingefahren. Monika Freitagsmüller bekommt 19,1 Prozent der Stimmen. „Ich bin kreativ, offen und jung, gerade bei jüngeren Wählern ist das wahrscheinlich gut angekommen“, vermutet sie. Themen wie Familie und Beruf seien es, die sie am besten vertreten könne.

Knapp zehn Prozentpunkte hinter Freitagsmüller liegt der unabhängige Kandidat Hans-Peter Gölzenleuchter, der für die „Linke/Offene Liste“ im Stadtparlament sitzt. Grünen-Kandidatin Dr. Renate Wahrig-Burfeind kommt auf 7,7 Prozent, die parteilose und von der FDP unterstützte Irene Mougoui auf 4,6 Prozent. Die Wahlbeteiligung liegt bei 41,6 Prozent.

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