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Ehemaliges Mitsubishi-Gelände: Gewerbepark in Geinsheim nimmt Gestalt an

Die Entwicklung des früheren Mitsubishi-Areals in Geinsheim zu einem Gewerbepark mit Schwerpunkt Logistik kommt voran. Die ersten neuen Hallen sollen im Spätjahr fertiggestellt sein. Bis Ende des kommenden Jahres sollen 95 000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung stehen.
Der Baufortschritt an den neuen Hallen ist nicht zu übersehen. Im Spätjahr sollen die ersten fertiggestellt sein. Foto: (RALPH KEIM) Der Baufortschritt an den neuen Hallen ist nicht zu übersehen. Im Spätjahr sollen die ersten fertiggestellt sein.
Geinsheim. 

In der heißen Junisonne verrichten Baumaschinen unermüdlich ihr Werk. Während ein Teil der Kolosse mühelos Stahlbeton zerschneidet als sei es Styropor, tragen Bagger den anfallenden Schutt weg. So sind schon zahlreiche Halden entstanden, die wie eine Mondlandschaft aussehen. Von dem früheren Mitsubishi-Löschteich ist nur noch ein trauriger Tümpel übrig, der bald verschwunden sein wird. In der Luft hängt ein feiner Staubschleier. Das ist derzeit Alltag auf dem ehemaligen Mitsubishi-Gelände bei Geinsheim, das sich zu einem Gewerbepark mit Schwerpunkt Logistik entwickelt.

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Das Abtragen des Altbestands ist allerdings nur ein Teil der Aktivitäten auf dem insgesamt 18 Hektar großen Areal. Die ersten neuen Hallen haben bereits deutliche Formen angenommen. Sie sollen im Spätjahr fertiggestellt sein. Bis Ende des kommenden Jahres sollen am Dreieck Trebur-Geinsheim-Hessenaue 95 000 Quadratmeter Fläche entstehen. Die Deutsche Logistik Holding (DLH), eine Tochtergesellschaft der weltweiten Zech-Gruppe mit Sitz in Bremen, investiert dort rund 100 Millionen Euro. Die Nutzer des Areals, vor allem der europaweit tätige Lebensmittellogistiker Nagel, werden dort einmal mehr als 400 Mitarbeiter beschäftigen. Ihnen wird an der Diamantstraße ein Parkplatz zur Verfügung stehen. Der Lieferverkehr erfolgt ausschließlich über die Hessenauer Straße.

Mehr Platz für Mieter

Während der jetzigen Übergangszeit mit Abbruch und gleichzeitigem Neubau sind noch drei große Unternehmen auf dem Mitsubishi-Gelände ansässig, wie das Areal in Trebur immer noch genannt wird: der Turbinenhersteller Flowcastings, die Spedition Kolbeck sowie die Firma Rollsrein, die Lagermöglichkeiten in abschließbaren Holzcontainern anbietet. Sie sind in den zum Teil mehr als drei Jahrzehnte alten Hallen ansässig, die den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht werden.

„Diese drei Mieter werden übernommen und zum Teil mehr Platz in Anspruch nehmen“, erläutert Objektmanager Harald Krebühl. Sogenannter Ankermieter wird Nagel mit 30 000 Quadratmetern sein. „Zudem werden weitere Neumieter akquiriert. Interessenten gibt es bereits“, ergänzt Holger Römer, Leiter der Zech-Unternehmenskommunikation. Ende April haben die Bremer das Projekt von dem Düsseldorfer Unternehmen „Log4Real“ übernommen.

Während sich weite Teile der Treburer Politik und besonders Bürgermeister Carsten Sittmann (CDU) freuen, dass es vorangeht und sprudelnde Steuereinnahmen erwarten, haben die Aussichten auf täglich bis zu 1600 an- und abfahrende Laster und Transporter die Bürger der Region aufgeschreckt. Zwischenzeitlich hat das sogar das Verhältnis von Treburs Bürgermeister zu seinem Groß-Gerauer Amtskollegen und Parteifreund Stefan Sauer überschattet.

Geben und Nehmen

„Ein sogar höheres Aufkommen an Lastern gab es aber schon zu Mitsubishis Zeiten“, erinnert Harald Krebühl. Nachdem sich der japanische Autohersteller, der bei Geinsheim zeitweise mehr als 600 Mitarbeiter beschäftigte, vor gut zehn Jahren zurückgezogen hatte, folgten Jahre weitgehender Ruhe. Auf dem Areal mieteten sich auch Kleinunternehmen ein, beispielsweise ein Fotostudio. Mitarbeiter und Kunden kamen zum Teil mit normalen Autos, die kein Aufsehen erregten. „Bei solch einem Vorhaben, wie wir es derzeit realisieren, hat man es immer mit einem Geben und Nehmen zu tun“, formuliert es Holger Römer, der damit ausdrückt, dass über die Steuereinnahmen die Kommune und damit der Bürger profitiere.

Im Falle des Mitsubishi-Areals wäre die geplante Umgehungsstraße von großem Vorteil, bekräftigen Krebühl und Römer. „Aber wir wissen, wie schwer sich die Treburer Politik mit diesem Thema tut“, verweist Krebühl auf die seit Jahren anhaltenden zähen Diskussionen und Planungen. Auch aus finanziellen Gründen wird die Umgehungsstraße in diesem Jahrzehnt auf keinen Fall gebaut.

Man nehme die Sorgen der Anwohner allerdings ernst, unterstreichen Krebühl und Römer. Daher plant die DLH noch in diesem Jahr einen Tag der „offenen Baustelle“, an dem Interessierte die Entwicklung des Mitsubishi-Areals vor Ort erläutert bekommen.

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