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Lutherkirche: Jazz für die Orgel

Eigentlich kennt man die zur Party Location umgebauten Kirchen nur aus England. Und dazu noch Jazz. Die Luthergemeinde machte am Freitagabend mal etwas ganz anderes, mit großem Erfolg.
In ein ganz besonderes Licht ist das Kirchenschiff beim Konzert der Jazzapples getaucht. In ein ganz besonderes Licht ist das Kirchenschiff beim Konzert der Jazzapples getaucht.
Rüsselsheim. 

Ein ganz besonderes Licht beleuchtete die Lutherkirche. Die Illuminierung konnte mit jedem Nachtclub mithalten. Die etwa 140 Besucher saßen auf Bierzeltgarnituren, statt auf Bänken, vor dem Altar. Und irgendwie war der Altar sowieso nicht mehr zu sehen. Denn dort stand die Band Jazzapple und spielte Hits wie „It’s Only a Paper Moon“ oder „A Night like this“. Die ganze Atmosphäre – im hinteren Bereich gab es einen Stand mit Essen und Getränken – erinnerte an einen entspannten, abendlichen Biergarten im Frühling. Und den Gästen gefiel die ungewöhnliche Umgebung, das war nicht zu übersehen.

Raum zum Feiern

„Es ist das erste Mal, dass wir ein Jazzkonzert in der Lutherkirche veranstalten“, berichtete Madeleine Reckmann vom Kirchenvorstand. Das erste Mal, dass die Kirchenbänke den Bierzelttischen weichen mussten, sei es nicht, sagte sie. „Wir haben das bei unserem letzten Sommerfest schon mal spontan gemacht. Das Wetter war schlecht, und da kamen wir auf die Idee, einfach in der Kirche weiterzufeiern.“ Spontan wurden die Kirchenbänke weggeschoben und – voilà – ein gemütlicher und wetterfester Raum zum Feiern war gefunden.

Das etwas andere Jazzkonzert am Freitagabend war die dritte Veranstaltung, mit der die Gemeinde Geld für die Restaurierung der kaputten Orgel sammeln möchte. „Bisher haben wir 45 000 Euro gesammelt“, sagte Reckmann. 190 000 Euro soll die Reparatur kosten.

„Wir haben erst überlegt, ob es sich lohnt, die Orgel zu reparieren. Auch der Gedanke, einfach ein neues Instrument zu kaufen, stand im Raum“, so Reckmann. Da die Orgel jedoch auch einen immensen historischen Wert habe – sie ist 60 Jahre alt und zudem mit 36 Registern und 2660 Pfeifen die größte Orgel im Kreis Groß-Gerau – sei die Wahl auf die Restaurierung gefallen.

Neben Konzerten unternehmen die Mitglieder der Gemeinde allerdings noch einige andere Dinge, um Geld für ihr wertvolles Instrument zu sammeln. „Wir verkaufen Wein und Orgelbrot sowie T-Shirts und Nudeln“, zählte Reckmann auf.

Pfeifen-Patenschaft

Menschen, die die Reparatur der Orgel unterstützten möchten, können auch Orgelpaten werden. Unter dem Motto „Schenken sie sich und anderen einen Ton“ bietet die Gemeinde ab einer Spende von zehn Euro eine Patenschaft an. Ab einer Spende von 50 Euro stellt die Gemeinde eine Spendenquittung aus.

In dem Flyer, der beim Konzert auslag, heißt es: „Wählen sie eine Pfeife mit dem Anfangsbuchstaben eines Namens oder kombinieren sie die Anfangstöne eines Lieblingsliedes.“ Eine Pfeifen-Patenschaft sei doch ein tolles Geschenk zu Taufe, Hochzeit oder „für Menschen, die sonst schon alles haben.“

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