E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Neu-Isenburg 30°C Eine Angebot von Franfurter Neue Presse

Motorsport: Rallye Dakar: Das harte Leben der Mechaniker

In der vergangenen Woche fiel in Südamerika der Startschuss für die Rallye Dakar, das härteste Autorennen der Welt. In Deutschland bekommt man wenig vom stressigen Alltag der Teams mit. Der Treburer Fotograf Dennis Möbus begleitet die Rallye und reist mit dem X-raid-Team aus Astheim durch die Wüste. Er schildert uns in einer Serie seine Erlebnisse.
Max Bröder repariert einen der Rallye-Rennwagen. Max Bröder repariert einen der Rallye-Rennwagen.
Trebur. 

Die Dakar ist besonders für die Mechaniker und Ingenieure ein Kraftakt: Wenig Schlaf, extreme Temperaturen und große Höhen. Das weiß auch Max Bröder (22) aus Mainz, den ich am Rande der Rallye treffe. Max hat sich beim Astheimer Motorsportteam X-raid zum KFZ-Mechatroniker ausbilden lassen. Normalerweise dauert das dreieinhalb Jahre. Max hat die Ausbildung in zwei Jahren geschafft. An der Rallye Dakar nimmt er bereits zum dritten Mal teil. Weshalb tut er sich solche Strapazen an? „Das weiß ich ehrlich gesagt auch nicht so genau“, sagt er. „Am Ende der Rallye sagt man sich immer: Das mach ich nie wieder. Aber schon kurz nachdem es vorbei ist, denkt man dass es doch irgendwie geil war “, fügt der Autonarr hinzu.

Neue Verantwortung

Bei den letzten beiden Dakars arbeitete er als Mechaniker an einem einzigen Rennwagen. Heute gehört er zur großen Getriebeabteilung. Die Verantwortung sei damit enorm gestiegen, erzählt Max. „Jetzt ist man nicht mehr nur für ein Auto, sondern für alle Fahrzeuge verantwortlich“, sagt er.

Was für eine Aussicht: Die Anden in Peru, davor ein See, in dem Flamingos stehen.
Serie Echo-Fotograf begleitet ein Team aus Astheim bei der ...

In Südamerika läuft derzeit die Rallye Dakar, die härteste Rallye der Welt. In Deutschland bekommt man kaum etwas von dem stressigen Alltag der Teams am anderen Ende der Welt mit. Der Treburer Fotograf Dennis Möbus begleitet die Rallye und reist mit dem X-Raid-Team aus Astheim durch die Wüste. Er schildert uns in einer Serie seine Erlebnisse.

clearing

Die Getriebe gehören zu den wichtigsten Teilen der Rennwagen, sie müssen viel Leistung bringen, berichtet er. Hat ein bestimmter Gang seine Leistungsfähigkeit überschritten, muss er getauscht werden. „Kein Getriebe hält eine komplette Rallye Dakar durch“, fügt Max hinzu. Sein Job hat es also in sich.

Vor allem bei der aktuellen Dakar ist die Arbeit hart. „Ich habe fünf Tage am Stück die kompletten Nächte durchgearbeitet“, erzählt der Mainzer. „Geschlafen wurde dann im Auto auf der Fahrt zum nächsten Camp.“ Kein Wunder also, dass er vor allem sein Bett vermisst. Das Leben aus dem Koffer sei anstrengend. „Und natürlich freue ich mich auch wieder auf eine warme Dusche daheim“, sagt er. Heimweh kommt dennoch nicht auf: Der Job mache ihm trotz allem großen Spaß.

Grenzen überwinden

„Das Reisen verbunden mit der Technik, das Sammeln neuer Erfahrungen in verschiedenen Ländern und eben das Arbeiten an den Rennwagen zeichnen den Beruf aus“, findet Max. Außerdem sei es auch immer eine Herausforderung, seine Grenzen neu zu setzen, aus der Komfortzone rauszukommen und zwei Wochen einfach mal „primitiv“ zu leben.

Der Co-Pilot des Astheimer X-raid-Teams, Tom Colsoul, leert den Sand aus seinem Schuh.
Team aus Astheim Die Rallye Dakar bedeutet Schwerstarbeit

Am Wochenende fiel in Südamerika der Startschuss für die Rallye Dakar, die härteste Rallye der Welt. In Deutschland bekommt man kaum etwas von dem stressigen Alltag der Teams am anderen Ende der Welt mit. Der Treburer Fotograf Dennis Möbus begleitet die Rallye und reist mit dem X-raid-Team aus Astheim durch die Wüste. Er schildert uns in einer Serie seine Erlebnisse.

clearing

Mittlerweile studiert der 22-Jährige das Fach Wirtschaftsingenieurwesen. Später will er dann mal in einem großen Autokonzern sein Geld verdienen, so seine Zukunftspläne. Ob er sich auch eine vierte Dakar antun wird? „Jetzt, mitten in der Rallye, glaube ich eher weniger daran. Aber am Ende habe ich bestimmt doch wieder Lust“, sagt er schmunzelnd, bevor er sich wieder an einem Getriebe zu schaffen macht.

Zur Startseite Mehr aus Rüsselsheim

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen