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Sterbebegleiter freuen sich über Spende

Der Verein Hospizhilfe freut sich über eine Spende der Stadtwerke: Marketingleiter Jürgen Gelis überreichte tausend Euro aus dem Erlös des Verkaufs eines Foto- Hessentagskalenders. Die Hospizhilfe finanziert damit Fortbildungen von Helfern für das Trauercafé.
Hilde Zimmermann, Pressewartin der Hospizhilfe, und der 2. Vorsitzende des Vereins, Kurt Pörner, freuen sich über die Spende aus dem Kalenderverkauf der Stadtwerke. Hilde Zimmermann, Pressewartin der Hospizhilfe, und der 2. Vorsitzende des Vereins, Kurt Pörner, freuen sich über die Spende aus dem Kalenderverkauf der Stadtwerke.
Rüsselsheim. 

Über eine Spende der Stadtwerke freut sich die Hospizhilfe Rüsselsheim: „Wir sind für jeden Euro dankbar“, sagen Kurt Pörner und Hilde Zimmermann vom Verein Hospizhilfe Rüsselsheim.

Kurt Pörner, zweiter Vorsitzender des 1994 gegründeten und 300 Mitglieder starken Vereins, freute sich mit der Öffentlichkeitsbeauftragten Hilde Zimmermann über eine Spende, die Jürgen Gelis im Namen der Stadtwerke überreichte. Knapp 5000 Euro betrage der Erlös aus dem Verkauf eines von den Stadtwerken aus Bürgereinsendungen gefertigten Foto-Hessentagskalenders, so der Kommunikations-und Marketingleiter der Stadtwerke.

Die Hospizhilfe sowie der Reitsportverein, die Alzheimer-und Demenz-Gesellschaft, die Lebenshilfe und „Main Kinderkram“ könnten daher mit jeweils tausend Euro bedacht werden, sagte Gelis glücklich. Kurt Pörner umriss sodann die letztlich unbezahlbare und in der Tat weitestgehend ehrenamtlich geleistete Arbeit der ambulanten Hospizhilfe.

Allein die Koordinationskräfte Pia Lessenich und Dagmar Herzog, ausgebildete Palliativ-Pflegekräfte, die den Erstkontakt zu Schwerstkranken und Angehörigen herstellen, arbeiteten in Festanstellung, so Pörner. „Aktuell haben wir 40 in Sterbebegleitung geschulte Helfer, überwiegend Frauen und überwiegend Menschen im Rentenalter, denn wir benötigen natürlich Begleiter, die tagsüber einsatzbereit sind“, berichtete er. Entsprechende Schulungen derjenigen, die sich entschließen, Sterbenskranke und deren Familien empathisch zu begleiten, gingen der Arbeit voraus, Fortbildungen seien selbstverständlich.

„Zudem haben wir regelmäßige Teamtreffen und Supervisionen, denn ehrenamtliche Begleiter müssen manches seelisch bewältigen, was in Situationen, in denen ein Kranker sich in der letzten Lebensphase befindet, an sie herangetragen wird“, sagte Zimmermann.

Sterbebegleiter gesucht

Befreit und unbelastet zu sein, sei Voraussetzung, das Leid anderer lindern zu helfen. Zimmermann selbst kam nach dem hautnahen Miterleben des Sterbens ihrer Mutter zur Hospizhilfe. Sie berichtete, dass es häufig erfahrenes Leid oder auch beglückende Unterstützung durch die Hospizhilfe gewesen sei, die Menschen motiviere, sich später dann als Sterbebegleiter zu engagieren. „Wir suchen immer wieder Helfer, die sich solch ein sensibles Engagement vorstellen können. Im Frühjahr wird es erneut eine Fortbildung für Interessenten geben“, so Zimmermann.

Nicht für diese Schulung, sondern aber für die Schulung von Ehrenamtlichen, die als Zuhörer, Ansprechpartner, Trostspender im Trauercafé „Lichtblick“ arbeiten möchten, sollen nun die tausend Euro Spende der Stadtwerke verwendet werden, sagte Kurt Pörner.

Helfer im Trauercafé

Das Trauercafé, das jeden ersten Sonntag monatlich um 15 Uhr im Haus der Senioren zum Zusammensein von Hinterbliebenen einlädt, ist seit 2008 ein weiteres Projekt der Hospizhilfe.

Gut fünf Jahre wurde es von der Trauer- und Gestalttherapeutin Franziska Schröder geleitet. Nun hat Jutta Weismüller es übernommen. Sie sucht noch Frauen und Männer, die mithelfen, dass Trauer bewältigt und Lachen wieder gelingen kann. „Die Hospizhilfe arbeitet in einem vertrauensvoll geknüpftem Netzwerk mit Fach- und Hausärzten, mit Therapeuten, dem Palliativ-Care-Unternehmen ,Leuchtturm’, mit stationärer Hospizarbeit, Altenheimen und dem GPR-Klinikum“, resümierte der zweite Vorsitzende. „Zuhören, begleiten, trösten“ – stets mit individueller Einfühlung, das sei die Kernaufgabe der Hospizhilfe: „Wir tragen dazu bei, seelisches Leid zu lindern.“

Die Finanzierung erfolge generell allein aus den Mitgliedsbeiträgen sowie aus Zuschüssen von Krankenkassen. „Wie gesagt, jede Spende ist daher sehr willkommen“, sagt Kurt Pörner dazu.

Mehr Informationen über die Hospizhilfe gibt es unter: www.ruesselsheimerhospizhilfe.de

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