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Wüste Beschimpfungen zwischen Obst und Gemüse: Wochenmarkt im Dicken Busch: Händler ärgern sich über Autofahrer

Donnerstags ist im Dicken Busch Markttag. Für die Beschicker bedeutet der frühmorgendliche Aufbau fast immer Stress. Falsch geparkte Fahrzeuge und Autofahrer, die nicht selten ausfallend werden, machen Ärger.
Manchmal macht die Arbeit auf dem Markt keinen Spaß: Dagmar Kirschke-Tempel und ihre Kollegen haben im Dicken Busch ständig Ärger. Manchmal macht die Arbeit auf dem Markt keinen Spaß: Dagmar Kirschke-Tempel und ihre Kollegen haben im Dicken Busch ständig Ärger.
Rüsselsheim. 

Der Schrecken steht Eftekhari Habib noch immer ins Gesicht geschrieben. „Erst hat er mich wüst beschimpft, dann geschubst.“ Mit „er“ ist ein Falschparker gemeint, dessen Auto Eftekhari Habibs Fahrzeug, aus dem heraus er Feinkostprodukte anbietet, neulich erheblich behindert hat. „Wenn ich auf dem mir zugewiesenen Platz nicht ordnungsgemäß parken kann, kann ich geradewegs wieder nach Hause fahren und habe keinerlei Einnahmen“, erläutert der Marktbeschicker, der seit drei Jahren aus Eschborn in den Dicken Busch kommt.

Als an jenem Morgen der Falschparker schließlich zu seinem Fahrzeug kam, habe Eftekhari Habib ihn sachlich auf das Vergehen aufmerksam gemacht. Die Reaktion seien wüste Beschimpfungen und sogar Handgreiflichkeiten gewesen. „Schließlich hat der Mann mich sogar ständig geschubst“, sagt Eftekhari Habib auch Wochen nach dem Vorfall kopfschüttelnd. Als der Falschparker beim Wegfahren einer Frau auch noch über den Fuß gefahren sei, sei das Maß endgültig voll gewesen. „Wir haben selbstverständlich Anzeige erstattet.“

Stress und Ärger

Wenn an jedem frühen Donnerstagmorgen die 14 Beschicker des seit 44 Jahren bestehenden Wochenmarktes auf dem Parkplatz des Einkaufszentrums im Dicken Busch ihre Stände aufbauen und ihre Wagen positionieren, sind längst meist nahezu immer Stress und Ärger angesagt.

„Obwohl Schilder ganz klar auf unseren Markttag und das damit verbundene Parkverbot hinweisen, haben wir ständig mit Falschparkern zu tun“, moniert Dagmar Kirschke-Tempel, die zusammen mit ihrem Mann Lothar Tempel, der wiederum als Vorsitzender des Marktvereins Rüsselsheim amtiert, ebenfalls den Wochenmarkt im Dicken Busch beschickt.

Weitere Marktbeschicker stoßen ins gleiche Horn. „Wir haben nicht mit jedem Stress“, relativiert Wolfgang Dörr, der seit 25 Jahren mit seinem Stand im Dicken Busch präsent ist. „Manche fahren ohne viele Worte sofort weg, manche entschuldigen sich sogar.“ Eines kann er jedoch nicht leugnen: „Der Ton wird immer rauer. Viele Marktbeschicker haben jetzt einfach die Schnauze voll.“

„Niemand zu erreichen“

Doch es seien nicht nur die Falschparker: „Immer wieder haben wir Ärger mit Paketzustellern, die mit ihren Lieferfahrzeugen mitten ins Marktgeschehen fahren“, empört sich Dagmar Kirschke-Tempel, die eine solche Situation im Bild festgehalten hat. Auch diese Fahrer würden sachlichen Hinweisen nicht selten unflätig und rüpelhaft entgegnen.

„Der Stadt sind keine Beschwerden wegen rücksichtsloser Paketdienstleister oder Behinderungen des Abbaus durch Falschparker bekannt. Es wäre gut, wenn die Marktbeschicker sich an die Marktmeisterin oder an die Ordnungsbehörde wenden und ihre Probleme darstellen, damit die Stadt gezielt reagieren kann“, lautet die schriftliche Stellungnahme der Verwaltung zu diesem Thema.

Darüber kann Dagmar Kirschke-Tempel nur den Kopf schütteln. „Wenn wir beim Ordnungsamt anrufen, ist ja nie einer zu erreichen“, echauffiert sie sich. „Und bei der Polizei fühlen sic die Beamten für den ruhenden Verkehr nicht zuständig.“

Dass beim Aufbau des Marktes zwischen 5.30 und 6.30 Uhr die Ordnungsbehörde nicht erreichbar ist, sei richtig, den Marktbeschickern aber eigentlich bekannt, entgegnet darauf die Pressestelle der Stadt. Daher der Rat aus dem Rathaus: Um diese Uhrzeit die Polizei anrufen und das Abschleppen veranlassen.

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