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Karnevalisten: Aascher Schnooke feiern rauschende Prunksitzung

Diese Schnaken stechen nicht, sondern sie haben die Lacher auf ihrer Seite. Gute Stimmung war also vorhergesagt, als die Karnevalisten der Aascher Schnooke am Freitagabend den Saalbau Schmid in Eichen zu ihrer Hochburg machten.
Zu Beginn der Sitzung muss bei den Aascher Schnooke der Fastnachtseid geleistet werden. Tanzgruppe Moskitos und Elferrat haben die Hände erhoben. Bilder > Zu Beginn der Sitzung muss bei den Aascher Schnooke der Fastnachtseid geleistet werden. Tanzgruppe Moskitos und Elferrat haben die Hände erhoben.
Nidderau. 

Da brauchte man sich vor „Mainz bleibt Mainz wie es singt und lacht“, das fast zeitgleich im Fernsehen lief, nicht zu verstecken. Jede Menge fantasievolle Kostüme und Masken hielten in das Traditionsgebäude Einzug. Hexen, Vagabunden, Mexikaner, Piraten, Cowboys, Dienstmädchen und vieles mehr verwandelten den Saal in einen bunten Party-Tempel. Alle hatten gute Laune mitgebracht. Die Fastnachts-Enthusiasten des Nidderauer Stadtteils warfen noch einmal alles in die Waagschale.

Tanzturniere

Wegen der immensen Nachfrage beim Kartenvorverkauf wurde die Prunksitzung außerplanmäßig, als dritte Prunksitzung der diesjährigen Fastnachtskampagne, ins Programm genommen. Die beiden Hauptveranstaltungen im Februar seien innerhalb von zwei Stunden restlos ausverkauft gewesen, teilte der Vereinsvorstand mit. Dafür gab es einen schönen und einen weniger schönen Grund: In diesem Jahr feiern die Aascher Schnooke ihr 25-jähriges Bestehen als Verein. Zugleich endet die Ära der großen Fastnachtssitzungen Ende des Jahres. Die Stadt Nidderau übergibt den Besitz des Veranstaltungssaals in private Hände.

Wehmut schwingt mit

Eine adäquate Ausweichmöglichkeit fürs Narrenvolk soll möglicherweise die Turnhalle werden. Am Freitagabend schwang deshalb auch eine große Portion Wehmut mit. „Ja, das sind unsere letzten Veranstaltungen hier“, bestätigte Bettina Rudolph-Boguth, die seit zehn Jahren als Aascher Goldie die Menschen begeistert. „Am 31. Dezember ist Schluss. Dann geht das besondere Flair vielleicht für immer verloren. Unser Verein ist vom Nachwuchs her gut aufgestellt. Daran mangelt es nicht. Alles, was wir brauchen, ist ein neuer Saal.“ Schon ihre Mutter habe hier vor Soldaten gesungen, erzählte sie. Heute unterhalte sie die Leute in dem fast 93 Jahre alten Saalbau.

Und das tat sie am Freitagabend so, dass es keinen auf dem Sitz hielt. Ihr Helene-Fischer-Medley und die musikalische Frage „Wo sind sie Romeos?“ waren die ersten Stimmungshöhepunkte. Vergnügt schunkelten, sangen und klatschten die Gäste im Rhythmus der Musik mit. Davor hatte Sitzungspräsidentin Rita Maxheim die Närrinnen und Narren um 19:11 Uhr mit dem Aascher Fastnachtseid auf die fünfte Jahreszeit eingeschworen. Zusammen mit dem Elferrat und den Prinzenpaaren begrüßte sie das feiernde Volk. In diesem Jahr standen das Jugend-Prinzenpaar (Joscha Emilian I. und Mara I.) und das Erwachsenen-Prinzenpaar (Sven I. und Stefanie II.) erstmals gemeinsam auf der Bühne.

Regelmäßiges Training

„Lasst uns noch einmal Fastnacht feiern hier im Bau. Nidderau Helau! Aasche Helau! Schnooke Helau!“, schmetterte Maxheim hinunter in die Menge. Das ließen sich die Jecken nicht zweimal sagen und setzten den Aufruf ihrer Sitzungspräsidentin sogleich in die Tat um. Ein Highlight war der Auftritt der Gruppe New Generation mit einer Spinnen-Choreographie. Trainerin der 21-köpfigen Showtanz-Formation ist Dorina Manger. „Wir sind 19 Mädels und drei Jungs und trainieren regelmäßig einmal in der Woche“, berichtete sie. „Der größte Teil der Gruppe tanzt schon seit 2007 zusammen. Damals habe ich die Leitung übernommen. Teamgeist wird bei uns großgeschrieben. Während des Trainings und bei den Auftritten muss sich einer auf den anderen verlassen können, vor allem bei Hebefiguren.“ Um den Nachwuchs sei ihr nicht bange, gab Manger zu verstehen. Man versuche jedes Jahr, eine neue Gruppe ins Programm zu integrieren, was in der Regel auch gelänge.

Nach Aschermittwoch geht es für die New Generation erst richtig los. Dann stehen noch Showtanz-Turniere an. Bis in die frühen Morgenstunden wurde gefeiert. Für einen Kater blieb aber keine Zeit, denn schon am nächsten Tag folgte eine weitere Prunksitzung.

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