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Landesfest 2020: Bad Vilbel: SPD stimmt für Hessentag

In der Basis der Bad Vilbeler Sozialdemokraten rumorte es zuletzt: Während andere Vilbeler Parteien sich nach den beiden Bürgerversammlungen zu einer Hessentagsbewerbung bekannten, zeigte die SPD kein einheitliches Stimmungsbild. Auf der Jahreshauptversammlung sollten die Fronten geklärt werden. Auch einen neuen Vorsitzenden galt es zu wählen.
Hans-Georg Brum, Bürgermeister von Oberursel, berichtet von seinen Erfahrungen mit der Realisierung des Hessentags. Der neue SPD-Vorsitzende Horst Seißinger (Mitte) und sein Vorgänger Rainer Fich hören ihm zu, bevor die Parteimitglieder über die mögliche Bewerbung für 2020 abstimmen. Foto: Niklas Mag Hans-Georg Brum, Bürgermeister von Oberursel, berichtet von seinen Erfahrungen mit der Realisierung des Hessentags. Der neue SPD-Vorsitzende Horst Seißinger (Mitte) und sein Vorgänger Rainer Fich hören ihm zu, bevor die Parteimitglieder über die mögliche Bewerbung für 2020 abstimmen.
Bad Vilbel. 

„Die SPD Bad Vilbel unterstützt die Bewerbung für den Hessentag 2020“, heißt es am Samstag in einem Antrag. „Wir wollen damit Nägel mit Köpfen machen und ein klares Signal setzen“, erklärt Horst Seißinger, zu diesem Zeitpunkt noch Vize-Vorsitzender. Der Raum des Awo-Treff ist voll, knapp 40 Mitglieder sind da.

Als Gast geladen ist Hans-Georg Brum (SPD), Bürgermeister von Oberursel. Er soll auf Vorteile und Risiken eines Hessentags hinweisen – schließlich hat er Planung und Realisierung in Oberursel 2011 erlebt. „Bad Vilbel und Oberursel haben viele Parallelen“, erkennt er. Beide Städte seien nah bei Frankfurt, verkehrstechnisch betrachtet. Beide Städte hätten zudem eine profilierte und gehobene Bevölkerung mit vielen Ansprüchen sowie große Firmen, die in der Stadt verankert sind. „Der Hessentag bietet riesige Chancen“, weiß Brum.

Ein Windrad mit dem Logo der SPD. Foto: Rolf Vennenbernd/Archiv
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Da hat die Bad Vilbeler SPD die Hessentags-Kuh gerade noch vom Eis geschoben – und eine Blamage inklusive einer deftigen Zerreißprobe vermieden.

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In Bad Vilbel sehe er viele gute Möglichkeiten, was das zehntägige Volksfest angeht. Doch sagt er auch: „Der Hessentag ist kein Selbstläufer, bestimmte Sachen müssen beachtet werden.“ Bad Vilbel habe einen großen Erfahrungsschatz, was Großveranstaltungen angehe – das sei ein Vorteil. „Wenn Bad Vilbel das nicht kann, welche Stadt dann?“

In Oberursel hätte es sehr heftige Diskussionen im Vorfeld gegeben. Doch schließlich seien knapp 20 Millionen Euro unter anderem in den Bahnhof geflossen, sämtliche U-Bahn-Stationen habe man barrierefrei ausbauen können.

Über ein Risiko müsse sich jede Stadt im Klaren sein: die Hessentags-Arena. „Bei uns ist die Rechnung aufgegangen, wir hatten sieben große gut besuchte Konzerte“, berichtet Brum. Der Aufbau der Arena koste ungefähr 600 000 Euro, in Butzbach habe die Stadt ein Defizit eingefahren. „Nur zwei oder drei Konzerte haben stattgefunden und bei einem hat man sich dort völlig verschätzt, was die Besucher angeht.“ Auch auf andere kritische Punkte geht der Oberurseler Bürgermeister ein, spricht absolut nicht durch die Blume zu den Bad Vilbeler SPD-Mitgliedern. Doch spricht er eine klare Empfehlung für die Annahme des Antrages aus.

„Reicht es 2017 für 2020 zu planen?“, fragt ein Sozialdemokrat. „Ernst wird es eineinhalb Jahre davor, wir hatten vier Jahre Vorlauf. Das war zu viel Papierquälerei“, lautet die Antwort. Ob die Grünflächen der Stadt so viele Menschen aushalten würden, fragt ein weiteres Mitglied. Man müsse diese Vor- und Nachbereiten und die Veranstaltungen sinnvoll auf Flächen verteilen, weiß Brum.

Den Gesichtern der Bad Vilbeler SPD-Mitglieder ist keine Tendenz anzusehen. Auch Horst Seißinger spricht eine Empfehlung zur Annahme des Antrags aus. Rund zwei Drittel der Anwesenden sind ebenfalls dafür, dagegen sind fünf Personen. Viele enthalten sich zwar, doch ist der Antrag mehrheitlich angenommen. Damit unterstützt die Bad Vilbeler SPD offiziell die Bewerbung zum Hessentag 2020.

Rainer Fich, zu diesem Zeitpunkt noch Vorsitzender der Bad Vilbeler SPD, berichtet von 185 Mitgliedern, 17 Neuzugänge habe man im vergangenen Jahr zu verzeichnen. Weiterhin erklärt er sein geplantes Ausscheiden aus dem Vorstand. Horst Seißinger wird mit 32 Ja- und einer Nein-Stimme sowie drei Enthaltungen zum neuen Vorsitzenden gewählt, Stellvertreter sind nun Lucia André und Mirjam Fuhrmann. Christian Kühl bleibt Kassierer, Stellvertreter ist Ralf Spiegler. Maria Skorupski ist neue Schriftführerin, Katja Meiner vertritt sie. Zu erwähnen sind der 17-jährige Jannis Ahäuser sowie Axel Nieslony (20), die nun beide als Beisitzer dem Vorstand der Sozialdemokraten angehören.

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