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Abschluss: Berufsbildungswerk Südhessen verabschiedet Absolventen mit einer bunten Feier

Als am letzten Tag vor den Sommerferien die Zeugnisse verteilt wurden, hatten im Berufsbildungswerk Südhessen (BBW) mit Sitz in Karben 109 Abgänger aus 32 Berufen Grund zur Freude. Nach bestandener Prüfung durften die jungen Frauen und Männer den erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildungszeit feiern.
Bälle fliegen in die Höhe. Altes hinter sich lassen, Neues beginnen: Das ist das Motto am Ende der Feier zur Verabschiedung der Absolventen im Berufsbildungswerk. Bälle fliegen in die Höhe. Altes hinter sich lassen, Neues beginnen: Das ist das Motto am Ende der Feier zur Verabschiedung der Absolventen im Berufsbildungswerk.
Karben. 

Trotz Handicaps wie Lernbehinderung, Autismus oder psychischen Krankheiten haben sie den ersten Schritt ins Berufsleben hinter sich gebracht. Angehörige, Lehrer und Vertreter der Arbeitsagenturen und Kammern waren in die Sporthalle gekommen, um das zu würdigen. Man hatte dafür ein Programm auf die Beine gestellt, das spielerisch und musikalisch die Zeugnisübergabe umrahmte.

Suleiman Nabizada, der zusammen mit BBW-Mitarbeiter Matthias Kliebisch die Veranstaltung moderierte, erzählte beispielhaft von dem Wandel, der in ihm stattgefunden habe. Innerhalb der Ausbildungsgruppe sei es mitunter turbulent und nicht ohne Konflikte abgegangen. Starke Charaktere seien aufeinandergeprallt. Er habe erst lernen müssen, mit Kritik umzugehen. „Geht nicht, gab es nicht“, sagte der Lagerist. „Manchmal ist ein Schritt zurück auch wie zwei Schritte nach vorne. Wir brauchen in Zukunft nicht geduckt durchs Leben zu gehen. Jetzt müssen wir alle versuchen, unsere weiteren Ziele zu erreichen, oder ihnen zumindest so nahe wie möglich zu kommen.“ Nabizada dankte den Lehrkräften für ihre Unterstützung. Manche seien für ihn zu Elternfiguren geworden. Dass er sich Tränen aus den Augen wischen musste, verlieh der Moment Emotionalität.

Kaum wiederzuerkennen

Für die Leiterin Unternehmenskommunikation am BBW, Elke Beeck, gehören solche positiven Erscheinungen zum Sinn ihrer Arbeit. „Viele sind nach drei oder vier Jahren Ausbildungszeit kaum wiederzuerkennen“, berichtete sie aus langjähriger Erfahrung. Dazu zählt auch Gartenbauhelfer Mathis Ebel. Nach gut zweijähriger Ausbildung bei einer Garten- und Landschaftsbaufirma und im Berufsbildungswerk konnte der 21-Jährige seine Prüfung mit der Note 1,7 ablegen. Während dieser Zeit hat er nicht nur eine eigene Wohnung bezogen, sondern auch seinen Führerschein gemacht. Der Ausbildungsbetrieb will ihn übernehmen.

Viele Zusagen

Angesprochen auf seine Zukunftspläne sagte er: „Ein paar Jahre arbeiten, aber erstmal keine Schule mehr. Danach möchte ich eine Weiterbildung beginnen.“ Mit ihm zusammen haben bereits 30 Prozent der jungen Leute eine feste Job-Zusage oder befinden sich in konkreten Verhandlungen. Manche starten unverzüglich ins Berufsleben.

35 Jahre Berufsbildungswerk Südhessen waren ein zusätzlicher Grund zum Feiern. Bei einem Quiz im „Wer wird Millionär“-Format mussten die Sozialdezernentin des Wetteraukreises, Stephanie Becker-Bösch (SPD), Rüdiger Muth vom Bundesverband Mittelständische Wirtschaft sowie Frank Martin, Geschäftsführer der Arge-Regionaldirektion Hessen, ihr Wissen unter Beweis stellen. Jeweils fünf Fragen drehten sich ausschließlich ums BBW. Bei richtiger Beantwortung konnten pro Person 500 Euro erspielt werden. Am Ende kamen 1300 Euro zusammen, die für ein Ehemaligen-Treffen im nächsten Jahr Verwendung finden sollen.

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