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Rodheimer Anlage: Freibad-Sanierung: Stadt will Geld vom Land

Von Wie geht es mit dem Freibad im Rosbacher Stadtteil Rodheim weiter? Einstimmig votierte das Stadtparlament jetzt für die Teilnahme am Schwimmbad-Investitions- und Modernisierungsprogramm (SWIM) des Landes Hessen.
Das Freibad Rodheim ist im Sommer ein beliebter Treffpunkt. Mittlerweile ist die Einrichtung stark sanierungsbedürftig geworden. Das Freibad Rodheim ist im Sommer ein beliebter Treffpunkt. Mittlerweile ist die Einrichtung stark sanierungsbedürftig geworden.
Rosbach. 

Unstrittig war die Teilnahme am Schwimmbad-Investitions- und Modernisierungsprogramm SWIM des Landes Hessen, als jüngst das Rosbacher Parlament zusammenkam. Nachdem die Freien Wähler den Antrag gestellt hatten, votierte das Hohe Haus geschlossen dafür. Formlos hat die Stadtverwaltung den Antrag bereits vor der Bundestagswahl gestellt, allerdings wurde das Anliegen durch das Land seinerzeit noch zurückgewiesen, da der Landeshaushalt noch nicht beschlossen war.

Ob das Schwimmbad nur saniert oder gleich neu gebaut wird, steht indes noch nicht fest. Ein Gutachten, das die Stadtverwaltung in Auftrag gegeben hatte, sollte eine Entscheidungsgrundlage liefern. Die Expertise nennt viele Vorteile für einen Neubau, sowie zahlreiche Nachteile einer Sanierung des in die Jahre gekommenen Freizeitbades. Lediglich bei den Herstellungskosten schneidet die Instandsetzung besser ab, jedenfalls laut den Ausführungen des beauftragten Ingenieurbüros.

Entscheidung treffen

Gleichwohl hatten sich die Vertreter der Fraktionen bei der Sitzung des Finanz- und Bauausschusses im Januar für die Sanierung entschieden, da dies die Stimmung der Bevölkerung widerspiegle.

Bürgermeister Thomas Alber (parteilos) hält diesen Beschluss für verfrüht, da noch nicht alle Grundlagen auf dem Tisch lägen. „Es muss noch vertieft geprüft werden, ehe das Parlament Ende des Jahres eine Entscheidung trifft“, sagte das Stadtoberhaupt zu dieser Zeitung. Wie Alber bei der Parlamentssitzung nun mitteilte, wird das Ingenieurbüro durch ein anderes Büro abgelöst, da die Experten nicht regelmäßig von Hannover nach Rosbach kommen könnten.

Derweil liegt das Schwimmbad Rodheim inmitten eines Wohngebietes still in der Winterkälte da, die bunt bemalte Fassade bietet einen Kontrast zum grauen Himmel. Schon von außen sieht die Einrichtung nicht mehr wirklich modern aus. 2015/16 riet der Fachdienst Gesundheit und Gefahrenabwehr des Wetteraukreises denn auch dringend zur Sanierung des Schwimmbeckens und der Schwimmbadtechnik. Als Mängel führt das Gutachten des Ingenieurbüros unter anderem die fehlenden Parkplätze, fehlende Beckenauskleidung, die geringe Zahl an Duschen, das überdimensionierte Hauptbecken, fehlende Beheizung sowie viele weitere Punkte auf die verbesserungswürdig sind.

Mängel ausbügeln

Sollte saniert werden, ließen sich die Mängel laut Studie teilweise nicht oder nur schwer ausbügeln. Behielte etwa das Mehrzweckbecken seine Wasserfläche von 1000 Quadratmetern, ziehe dies hohe Unterhaltungskosten durch die Beheizung mit sich. Auch werde es keine weiteren Parkmöglichkeiten geben, Lärm störe nach wie vor die Nachbarn. Die Kosten einer Sanierung bezifferte das Büro auf knapp 3,1, Millionen Euro.

Ein Neubau an anderer Stelle hingegen soll inklusive einer Sprunganlage 4,9 Millionen Euro kosten. Laut Studie könnten bei einem Neubau die baulichen Probleme behoben und die Attraktivität gesteigert werden. Obendrein könne die Stadt die Fläche als Bauland verkaufen und damit 2,1 Millionen Euro einnehmen.

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