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Konzert in Bad Vilbel: Kammerorchester und Chor Zwischentöne fliegen für Konzert Mezzosopranistin aus Helsinki ein

Von Mit einem furiosen Sibelius-Konzert feiern Bad Vilbeler Musiker und Sänger das 100-jährige Unabhängigkeitsjubiläum Finnlands. Eine der Solistinnen wird dafür eigens aus Helsinki eingeflogen.
Klaus Albert Bauer dirigiert bei der Probe des Bad Vilbeler Kammerorchesters und dem Chor Zwischentöne. Foto: Christine Fauerbach Klaus Albert Bauer dirigiert bei der Probe des Bad Vilbeler Kammerorchesters und dem Chor Zwischentöne.
Bad Vilbel. 

Zum dritten Mal laden die 25 Musiker des Bad Vilbeler Kammerorchesters (BVKO) und die 50 Sänger des gemischten Chores Zwischentöne am ersten Sonntag im Dezember zu einem besonderen Konzertereignis ein. Auf dem Programm stehen dieses Mal in der Heilsberger Heilig-Geist-Kirche Werke des finnischen Komponisten Johan Julius Christian „Jean“ Sibelius (1856-1957).

Verstärkt werden die Vilbeler Musiker und Sänger bei ihrem Jubiläumskonzert „100 Jahre Finnland“ durch zwei namhafte Solisten sowie 16 Holz- und Blechbläser. Die weibliche Hauptrolle singt die bekannte finnische Mezzosopranistin Niina Keitel. Sie fliegt eigens fürs Konzert aus Helsinki ein.

„Dem BVKO ist mit der Verpflichtung der gefeierten Mezzosopranistin ein echter Coup gelungen. Niina Keitel singt in Bad Vilbel und Frankfurt die Hauptrolle in Sibelius dramatischer Kullervo-Symphonie, um zwei Tage später die gleiche Partie mit dem Radiosymphonieorchester Helsinki bei der offiziellen 100-Jahr-Feier in der finnischen Hauptstadt zu singen“, freut sich BVKO-Dirigent Klaus Albert Bauer.

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Die Konzerte finden an zwei Terminen statt. Das erste am 2. Dezember (Samstag) ab 19.30 Uhr in der Festeburgkirche in Preungesheim, An der Wolfs-weide 58.

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Die männliche Hauptrolle singt der in Frankfurt lebende armenische Bariton Gurgen Baveyan, der dem Bad Vilbeler Publikum seit seiner eindrucksvollen Wiedergabe von Mansurians Requiem vor zwei Jahren in bester Erinnerung ist. Sibelius gilt als einer der bedeutend-sten Komponisten Finnlands: Klassikfreunde werden klangvolle Interpretationen seiner symphonischen Dichtung „Kullervo“, „Kullervos Jugend“, „Kullervo und seine Schwester“, „Finlandia“, die „Karelia Suite“, „Alla Marcia“ und „Werke für Chor a capella“ hören, wie Dirigent Bauer informiert.

2000 Veranstaltungen

Hintergrund des Konzerts ist das Jubiläum Finnlands: Das Land im hohen Norden Europas erlangte am 6. Dezember 1917 seine Unabhängigkeit. Seit 1809 war Finnland ein autonomes Großfürstentum des Russischen Zarenreichs, davor stand das Gebiet seit dem 13. Jahrhundert unter schwedischer Herrschaft. Gefeiert wird das Jubiläum weltweit mit mehr als 2000 Veranstaltungen – eine davon ist das Vilbeler Konzert.

Die Bandbreite der Feiern reicht von Mega-Partys über Konzerte und der Musicalpremiere „Tom of Finland“ bis hin zu vielen weiteren Veranstaltungen. Wie Klaus Albert Bauer, künstlerischer Leiter und mit einer Finnin verheiratet, berichtet, erhalten anlässlich des Jubiläums sogar die finnischen Pässe und Personalausweise einen neuen Look.

Die Besucher dürfen sich jedenfalls auf mitreißende, teils archaische Musik freuen. Die Sänger von Chorleiter Herbert Helfrich berichten bei der ersten gemeinsamen Probe, dass die Sibelius-Werke für sie eine große Herausforderung sind. „Die Stücke sind rhythmisch, machtvoll und urtümlich.“ Zudem singen die Chormitglieder fast alle Texte auf Finnisch. Die richtige Aussprache üben sie mit einer Sprachtrainerin ein.

Die Schwester verführt

„Ein Kriterium guter Musik ist Authentizität, dazu gehört auch die Originalsprache“, betont Helfrich. Auf Deutsch singt der Chor die berühmte 1899 komponierte und 1900 in Paris uraufgeführte Tondichtung „Finlandia“, die bei der Unabhängigkeitsbewegung eine große Rolle spielte. Auf Deutsch zu hören ist auch eins der a-capella Chorstücke. „Die Musik von Sibelius beruht auf der finnischen Tradition, die Texte oft auf der Sagenwelt. So auch das finnische Natio-nalepos ,Kalevala’. Daraus hat der Komponist die Sage vom Helden Kullervo, der unwissend seine eigene Schwester verführte, für sein gleichnamiges Stück entnommen“ sagt Herbert Helfrich.

„Die Tragödie um Kullervo ist nichts für schwache Nerven“, fügt Klaus Albert Bauer hinzu. Er gibt dem Vilbeler Publikum ab 17.15 Uhr eine Einführung zum Konzert. Bis es soweit ist, liegen vor Musikern und Sängern allerdings noch etliche gemeinsame Proben, damit die Besucher in den Genuss eines besonderen Konzertes mit den international bekannten Solisten kommen.

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