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Kampf um Kita geht weiter

Von Die Kita „Brüder-Grimm“ soll abgerissen, eine neue Kita im Neubaugebiet „Sang“ gebaut werden. Danach sah es bislang aus. Doch in seiner jüngsten Sitzung hat das Rosbacher Parlament beschlossen, zwei unterschiedliche Neubauvarianten zu kalkulieren. Nun ist alles wieder offen.
Mit seiner BI will sich Friedrich Creutz weiter für eine Sanierung der Kita Brüder Grimm in Ober-Rosbach einsetzen. Foto: Petra Ihm-Fahle Mit seiner BI will sich Friedrich Creutz weiter für eine Sanierung der Kita Brüder Grimm in Ober-Rosbach einsetzen.
Rosbach. 

„Wir haben noch nicht aufgegeben“, sagt Friedrich Creutz entschlossen. Er, seine Mitstreiterinnen und Unterstützer der Bürgerinitiative (BI) setzen sich schon lange für den Erhalt der Kita „Brüder-Grimm“ in Ober-Rosbach ein.

Und obwohl die Akteure einen Rückschlag erlitten haben, als die Stadtverordneten vergangenen Sommer ihr Bürgerbegehren zurückwiesen, keimt in ihnen neue Hoffnung: Das Parlament hat den Magistrat nun einstimmig beauftragt, den Bau einer „zweimal vierzügigen“ Kita im Baugebiet Sang in Regie der Stadt zu kalkulieren.

Nicht in die Falle tappen

Ein Antrag, zunächst von der CDU in etwas anderem Wortlaut gestellt, von der SPD geringfügig modifiziert und schließlich von der FDP mit einem zusätzlichen Satz versehen: „In die Kalkulation ist auch der Bau einer vierzügigen Kita einzubeziehen.“ Das Ganze soll parallel zum laufenden Angebotsverfahren für freie Träger ausgeführt werden. Laut CDU-Fraktionsvorsitzendem Jörg Egerter soll die Stadt nicht in die „Zeitdruckfalle“ geraten und den Bau gegebenenfalls in die eigene Hand nehmen können, falls die Verhandlungen mit freien Trägern scheitern.

Hintergrund der Ausdrucksweise „zweimal vierzügig“ ist, dass die Planung für den Neubau in der Sang nicht nur die Kinder im Neubaugebiet, sondern auch die Jungen und Mädchen der abzureißenden Brüder-Grimm-Kita einbezieht – dies aber noch nicht sicher ist. Denn wenn sich die Grimm-Befürworter doch noch durchsetzen, bliebe „Brüder-Grimm“ stehen und nur eine einzelne vierzügige Kita würde in der Sang gebaut.

Teure Arbeiten

Allerdings ist die seit 45 Jahren bestehende Einrichtung nach Ansicht des Magistrates so stark sanierungsbedürftig, dass sie abgerissen werden soll. Eine Instandsetzung sei mit 2,29 Millionen Euro zu teuer gegenüber einem Neubau gleicher Größe, der laut Gutachten 2,03 Millionen Euro kosten würde.

Die Kostenschätzung hält aber nicht nur die BI für unglaubwürdig, sondern auch die FDP-Fraktion, die Bürgermeister Thomas Alber (parteilos) in der Sitzung auf den Zahn fühlte. Die Liberalen fragten: „Wie erklärt sich die Erhöhung der Kosten für Estricharbeiten innerhalb von sieben Monaten von 28 000 Euro um mehr als 185 000 Euro auf die Summe von 213 843 Euro?“ Alber antwortete: „Es hat sich herausgestellt, dass die Aufbauhöhe des Fußbodens nicht verändert werden kann. Es muss eine spezielle Vakuumdämmung eingebaut werden, die teuer ist.“

Wie FDP-Fraktionschef Hans-Otto Jacobi unterstrich, will sich die FDP gleichwohl weiter für eine Sanierung der Kita stark machen: „Wir behaupten nach wie vor, dass es günstiger wäre, die Kita weiter zu betreiben.“ Ein Beschluss ist frühestens in der Parlamentssitzung am 20. März zu erwarten. Sollte dieser erneut zuungunsten der BI ausgehen, steht Creutz schon in den Startlöchern: „Wir wollen noch einmal ein Bürgerbegehren initiieren.“

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