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Nebel auf der Bühne

Spannende Einblicke bekommt die Klasse 4 der Grundschule Kloppenheim mit Lehrerin Christina Geißler in Frankfurt – sie darf im wahrsten Sinne des Wortes hinter die Kulissen sehen! Noch ist die Bühne leer, aber schon bald frisst sich die Raupe Nimmersatt durch das Obst.
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Karben. 

Uli Backhaus, die Leiterin des Theaters, führt die Klasse durch die Räumlichkeiten des Kinder- und Jugendtheaters im Titusforum im Frankfurter Nordwest-Zentrum. Die Kulissen sind im Theater verteilt und werden erst für die Probe am Nachmittag aufgebaut.

Besonders interessant wird es hinter der Bühne. Sie zeigt die Garderoben der Frauen und Männer. Dort sieht man viele Kostüme, die teilweise selbst erstellt oder aus dem Staatstheater Wiesbaden ausgeliehen wurden.

Hintergrund: 300 Sitzplätze im Frankfurter Titusforum

Das Kinder- und Jugendtheater im Titusforum ist 47 Jahre alt und hat 300 Sitzplätze. Aktuell liegt die Leitung bei Wolfgang und Uli Backhaus.

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Weiter geht es zu den Requisitenräumen, wo das Zubehör gelagert wird. Plötzlich fliegt eine Torte über die Köpfe der Kinder, die zum Anbeißen echt aussieht. „Das ist die Pfannenkuchentorte von unserem Stück ,Pettersson und Findus‘“, erklärt Frau Backhaus. Die Textbücher für die Aufführungen schreiben Uli Backhaus und ihr Mann Wolfgang selbst oder bekommen Textbücher aus den Verlagen, die sie dann noch für sich verändern.

Ebenso planen sie Masken, Kulissen und Kostüme alleine. Manchmal helfen aber auch Bühnenbildner und bei schwierigen Masken auch Maskenbildner aus. „Diese werden stundenweise gebucht und damit wird es ein bisschen leichter für uns“, berichtet sie. Für die beiden ist die Leitung des Theaters ein 24-Stunden-Job, da sie sich um alles selbst kümmern.

Das erfolgreichste Stück war „Pettersson und Findus“. Von diesem Stück gab es 50 Aufführungen. Dieses Jahr wird es noch drei neue Stücke geben. „Der kleine Ritter Trenk“, „Die Königin der Farben“ und „Pippi bei den Seeräubern“. Die Schauspieler brauchen maximal drei Wochen, um ein neues Theaterstück einzuüben. Zwei Wochen reichen aus, wenn es eine Wiederaufnahme ist.

Frau Backhaus berichtet von den vielen Erlebnissen im Theater. Es kommt schon mal vor, dass eine Wand während eines Theaterstücks umfällt. Lachend erzählt sie: „Unser schlimmstes, aber auch lustigstes Erlebnis war, als ein Hase seine Hasenzähne falsch herum in den Mund gesteckt hatte. Der Igel musste so lachen, dass ihm der Heuballen herunterfiel und dieser zerplatzte.“ Es sind im Durchschnitt vier bis acht Schauspieler auf der Bühne. Alle Schauspieler werden nur für die Vorstellungen gebucht und haben alle noch andere Theater, an denen sie arbeiten.

Herr Backhaus, der mit seiner Frau das Theater leitet, ist für den Regieraum zuständig. Er kann über eine Anlage die Helligkeit, verschiedene Lichtfarben und die Nebelmaschine bedienen. Es ist beeindruckend, welche Auswirkung das Licht auf den Nebel hat. Es sieht aus, als wäre der Nebel ein Tornado.

Besondere Aufmerksamkeit erlangt Herr Schimmelbrot, eine große Puppe, die im hinteren Teil des Theatersaals sitzt. Herr Schimmelbrot spielte einen Schiffbrüchigen in dem Theaterstück „Käpt’n Knitterbart“ von Cornelia Funke. „Es war zu teuer, einen Schauspieler für diese Rolle zu engagieren“, erklärt Frau Backhaus. „Dieser Schauspieler musste ja auch nicht viel machen, er wurde eigentlich nur aus dem Wasser gezogen“, ergänzt sie. Herr Schimmelbrot sitzt seitdem in der letzten Reihe auf einem Stuhl. „Wenn ich nicht da bin, passt Herr Schimmelbrot auf das Theater auf,“ schmunzelt sie.

 

Von Samuel Bartsch, Lukas Beck, Sarah Cardona, Julian Elia, Johannes Eschmann, Jan Gaedtke, Luisa Garcia, Emily Garthof, Taylor Heil, Paulina Huwe, Michael Kolesnikov, Johannes Losensky, Hannah Raschke, Yaron Römer, Amy-Kate Schaer, Fiona Schild, Jasmin Sedghi, Laura Suske, Brandon Thao, Lilly Wanner und Lea Wirthgen

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