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Berthold-Brecht-Straße: Praxisgemeinschaft optimiert Versorgung in neuen Räumlichkeiten

Schon lange waren die Praxisinhaber Dr. Ralf Petereit und Regina Mick auf der Suche nach einem passenden Grundstück, um ihre Praxis zu erweitern. Mit dem Neubau in der Berthold-Brecht-Straße ist ihnen dies gelungen. Seit Anfang des Jahres können die Ärzte nun eine optimierte Versorgung der Patienten gewährleisten.
Diagnostik: die medizinische Angestellte Yvonne Schultheiß mit Patientin Edith Werner im neuen Labor der Praxis. Diagnostik: die medizinische Angestellte Yvonne Schultheiß mit Patientin Edith Werner im neuen Labor der Praxis.
Nidderau. 

„Wir und auch unsere Patienten sind sehr glücklich mit dem Neubau. Alle sind sehr überrascht, wie modern und großzügig jetzt alles ist“, freuen sich die beiden Praxisinhaber Dr. Ralf Petereit und Regina Mick. Seit Anfang Januar versorgen sie in dem nun größeren und moderneren allgemeinmedizinischen, internistischen und dermatologischen Facharztzentrum ihre Patienten. Die beiden Ärzte arbeiteteten schon vorher in der knapp 100 Meter entfernten Praxis am Pfarrgarten zusammen.

Dr. Petereit als Facharzt für Allgemeinmedizin ist seit 18 Jahren tätig, und vor 13 Jahren stieß dann Mick dazu, ebenfalls Fachärztin für Allgemeinmedizin. Die zwei weiteren angestellten Mediziner Dr. Jörg Rindermann, der unter anderem Patienten mit allergologischen und dermatologischen Krankheiten behandelt, und Dr. Anette Friedrich, Fachärztin für Innere Medizin, deren Schwerpunkt auf Schilddrüsen und Abdomen liegt, folgten in den Jahren darauf. „In der alten Praxis war alles viel kleiner, wir hatten nur 138 Quadratmeter zur Verfügung“, erinnert sich Dr. Petereit. Zum Wechsel kam nun die fünfte Ärztin, Dr. Tina Ahle, Fachärztin für Innere Medizin, dazu.

Grundstücke gesucht

Die Mediziner hätten gerne schon vor zehn Jahren gebaut. „Wir haben lange Zeit nach einem passenden Grundstück gesucht“, erzählt Petereit. „Die Idee mit dem Grundstück kam von unserem Architekten. Die Stadt Nidderau und der Bürgermeister haben das Projekt aber aktiv unterstützt“, erzählt er weiter. Man habe damit ein Grundstück gefunden, bei dem sich keine Konflikte mit Nachbarn ergeben. Außerdem bietet es, abgesehen von vielen Parkmöglichkeiten, mit der Lage hinter dem Nidder-Forum eine gute Einbindung in die dortige Infrastruktur. Apotheke und Einkaufsmöglichkeiten sind schnell zu Fuß erreichbar. Ein knappes Jahr lang wurde an dem Gebäude mit Passivhausstandard gebaut, was die Baukosten zwar um knapp 30 Prozent erhöhte, jedoch einige Vorteile, wie beispielsweise eine gute Wärmedämmung des Gebäudes, mit sich bringt. Am Ende betrug die Investitionssumme knapp unter einer Millionen Euro.

Dr. Ralf Petereit (links)und Regina Mick (siebte von links) mit ihrem Team und Bürgermeister Gerhard Schultheiß (rechts) vor dem Praxiszentrum. Bild-Zoom
Dr. Ralf Petereit (links)und Regina Mick (siebte von links) mit ihrem Team und Bürgermeister Gerhard Schultheiß (rechts) vor dem Praxiszentrum.

Der jetzige Standort bietet dem Ärzteteam eine Fläche von 320 Quadratmeter. Auf den zwei Stockwerken mit Aufzug finden sich, neben einem zentralen Empfang und zwei Warteräumen, fünf Sprechzimmer, fünf Funktionsräume, Lagerräume sowie Personalräume und Reserveräume. Darunter auch extra Räume für Blutabnahme, einen Raum für EKG und Lungenfunktionstests, Labor und ein ambulanter Operationsraum. Für Letzteren warten die Nidderauer Mediziner jedoch noch auf eine Genehmigung. Das Ärzteteam bietet in ihrer Praxis eine breite Palette internistischer Behandlungen an wie Schilddrüsendiagnostik, Ultraschalldiagnostik, Gefäßdiagnostik und vieles mehr . Dr. Petereit hat zu seinem Schwerpunkt der notfallmedizinischen Versorgung auch einen Schwerpunkt in Allergiediagnostik und -behandlung, der im Rhein-Main-Gebiet sehr gefragt sei, wie er sagt. Mick konzentriert sich zudem auf die hausärztliche Betreuung mit Hausbesuchen für bettlägerige Patienten.

Noch Kapazitäten

„Wir sind jetzt auch wieder in der Lage, neue Patienten aufzunehmen“, sagt Dr. Petereit. Außerdem habe man noch Kapazitäten für einen weiteren Kollegen. „Der Main-Kinzig-Kreis ist aber laut Sicht der kassenärztlichen Vereinigung (KV) in allen Fachgebieten überversorgt“, sagt Dr. Petereit. In der Vergangenheit wurden Anfragen nach Fachärzten wie einem Augenarzt oder Gynäkologen von der KV in Nidderau abgelehnt. „Wir sind dennoch sehr froh, dass in allen Stadtteilen die hausärztliche Versorgung gesichert ist“, sagt Bürgermeister Gerhard Schultheiß (SPD). Es gibt seiner Aussage nach keine Signale, dass irgendeiner der Mediziner aufhören wolle.

Liza Jeskaj (vorne) und Manuela Dietz (hinten) nehmen Termine an. Bild-Zoom
Liza Jeskaj (vorne) und Manuela Dietz (hinten) nehmen Termine an.

Dass sich immer weniger Ärzte in Praxen auf ländlichen Regionen ansiedeln, ist auch für die Nidderauer Ärzte eine beklagenswerte Situation. „Wir müssen jedoch leider mit dieser Situation leben“, sagt Dr. Petereit, der auch Patienten aus Siegen, Aschaffenburg und Darmstadt behandelt. Dennoch freue sich das Team aus Ärzten und sieben medizinischen Fachangestellten auf die Arbeit am neuen Standort. „Wir sind mit der Region verwachsen und verbunden und geben damit auch etwas an die Region zurück.“

Die Praxen erreichen

Informationen und Sprechzeiten gibt es auf der Homepage www.arztpraxis-nidderau.de oder unter der Telefonnummer (0 61 87) 9 35 40. Die Praxis bietet zu den normalen Öffnungszeiten auch eine Allergiesprechstunde an. svw

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