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Pläne für Riedmühlstraße: Seniorenwohnungen sollen an den Feldrand

Die Stadt Karben will weiterhin die Freiflächen an der Riedmühlstraße in Petterweil bebauen, im Gegensatz zu 2011 aber in abgespeckter Form. Dabei kommt eine neue Idee ins Spiel: ein Dienstleistungszentrum für Senioren.
Ein Teil der Freifläche in der Riedmühlstraße in Petterweil soll bebaut werden. Eine mögliche Idee wäre ein kleines Dienstleistungszentrum für Senioren,konzipiert vornehmlich für Bewohner aus dem Karbener Stadtteil. Ein Teil der Freifläche in der Riedmühlstraße in Petterweil soll bebaut werden. Eine mögliche Idee wäre ein kleines Dienstleistungszentrum für Senioren,konzipiert vornehmlich für Bewohner aus dem Karbener Stadtteil.
Karben. 

Seit einigen Wochen läuft die frühzeitige Beteiligung von Trägern öffentlicher Belange für den Bebauungsplan 130a „Unterm Wiesenbrunnen“. Dahinter verbirgt sich die Absicht der Stadt, den nördlichen Teil der Riedmühlstraße zu bebauen. Im Gegensatz zum Jahr 2011, als dieser Versuch schon mal gestartet wurde und ein Proteststurm der Anlieger losbrach – es wurden über 200 Unterschriften gesammelt – nunmehr in abgespeckter Form.

Noch knapp 2950 Quadratmeter im Bereich Riedmühlstraße/Robert-Blum-Straße kommen infrage. Dort könnte man nach Angaben des Fachdienstleiters Bauen, Heiko Heinzel, sechs Reihenhäuser oder zwei Doppelhäuser draufsetzen. Oder auch ein kleines Dienstleistungszentrum für Senioren.

Dezentrales Konzept

Denn es war kein Zufall, dass zur jüngsten Sitzung des Ortsbeirats Petterweil Johannes Fellner und Klaus Schoenicke vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Mittelhessen erschienen. Schoenicke hatte bereits den Karbener Altenhilfeplan mit erstellt. Der sieht, wie Erster Stadtrat Friedrich Schwaab (CDU) in der Sitzung einleitend sagt, in jedem Ortsteil eine kleine Einrichtung für Senioren vor. In der Riedmühlstraße gebe es dafür „einen möglichen Standort“.

Schoenicke hatte bei der Erarbeitung des Altenhilfeplanes festgestellt, „dass die Senioren wohnortnah bleiben möchten“. Deswegen seien kleine Standortzentren wichtig, große Seniorenheime wolle man nicht. Die ASB-Vertreter stellen dann ihre Ideen für eine solche Einrichtung vor: Sie würde 10 bis 15 Plätze in der Tagespflege vorsehen und 15 bis 20 Plätze für eine Wohngruppe für Demenzerkrankte. „Die Angebote für Senioren wären ins Quartier eingebettet“, sagt Schoenicke. Die Einrichtungen würden vornehmlich Petterweiler Senioren zugute kommen.

Das Raumkonzept sieht für die Wohngruppe eine offene, barrierefreie Küche, aber kleine Zimmer vor. Jeder Bewohner solle ein Zimmer haben, das er mit eigenen Möbeln gestalten könne. Bäder, Küche und Wohnbereich würden gemeinsam genutzt. „Die Zimmer werden relativ klein sein. Für die Demenzkranken sind die Zimmer aber nicht so wichtig wie die Gemeinschaftsräume.“ Zudem betonte der ASB-Vertreter: „Eine Wohngruppe ist kein kleines Seniorenheim, sondern ein großer Haushalt.“

Auch eine Tagespflege könne es geben. Fellner informiert, dass auch dafür die Senioren aus der unmittelbaren Umgebung kämen. In der Karbener Einrichtung komme der weiteste Senior aus Bad Vilbel.

Anwohner fordern Kita

„Die Höhe der Bebauung orientiert sich an den vorhandenen Häusern“, betont Schwaab. Der Spielplatz werde zu einem Abenteuerspielplatz. „Für Senioren ist die Nähe zu Kindern wichtig.“

Dieser Meinung sind aber nicht alle der etwa 30 Anwesenden. „Dort sollte man eine neue Kita bauen“, befindet einer. Die Einrichtung für Senioren könne ins künftige Neubaugebiet an der Arnsburger Straße.

Allerdings blieben die noch vor sieben Jahren zu hörenden Proteste an der Bebauung aus. Nicht zuletzt deshalb, weil Schwaab und Ortsvorsteher Adolf Koch (SPD) dazu raten, zunächst die Stellungnahmen zum laufenden Bebauungsplanverfahren abzuwarten. „Das Vorhaben muss in den gültigen Regionalen Flächennutzungsplan passen.“

Das war schon 2011 eines der Argumente. Denn in dem Plan ist das Areal nördlich der Riedmühlstraße als „Vorranggebiet Regionaler Grünzug“, „Vorranggebiet für Natur und Landschaft“, „Vorbehaltsgebiet für besondere Klimafunktionen“ und „Vorbehaltsfläche für vorbeugenden Hochwasserschutz“ eingeordnet. Bauamtsleiter Heinzel sieht hier keine Probleme: „Das ist kein geschützter Bereich.“ Außerdem werde nur ein kleiner Teil der Fläche bebaut.

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