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Wetterauer Narrenexpress: So exotisch und bunt feiert die Kreisstadt

Von Petrus meint es am Faschingsdienstag wahrlich gut mit den Narren in Friedberg. Durchweg scheint die Sonne. Die beschert dem Wetterauer Narrenexpress zahlreiche Besucher.
Der Motivwagen „China“: ganze 20 Meter lang, gebaut von den Issgemer Buben. Bilder > Foto: Corinna Weigelt Der Motivwagen „China“: ganze 20 Meter lang, gebaut von den Issgemer Buben.
Friedberg. 

Was für ein sonniger Narrenexpress: Noch vor zwei Jahren mussten die Friedberger Narren dem Regen trotzen, 2017 hielt sich das Wetter zwar, auf die Sonne warteten Zugteilnehmer und Besucher aber wieder vergebens. Doch an diesem Faschingsdienstag stimmt nun alles in der Kreisstadt. Schon früh sichern sich die ersten Besucher ihre Plätze entlang den Absperrungen, die kostümierten Kinder warten aufgeregt, bestens ausgestattet mit Rucksäcken, um die später fliegende „Beute“ zu verstauen.

Pünktlich auf die Minute

Lautstark kündigt die erste Kapelle von weitem den Wetterauer Narrenexpress an. An der Zugspitze ein „alter Hase“: Traditionell wird der Narrenexpress stets von Zugmarschall Norbert Simmer angeführt. Der ist mit dem Zugorganisator Maximilian Haack für den Fastnachtszug und die anschließende Straßenparty zuständig.

14.11 Uhr, „de Zug kimmt“: Simmer ist natürlich stets pünktlich und so biegen die ersten Zugnummern, begleitet vom Fanfaren- und Spielmannszug Büdingen, auf die Minute genau an der Burg vorbei in die Kaiserstraße ein. „Ich habe extra schönes Wetter bestellt“, behauptet Bürgermeister Dirk Antkowiak (CDU) vorm Auftakt. Zum ersten Mal kann der Rathauschef hoch oben auf dem Motivwagen seine närrischen Friedberger „Untertanen“ und viele auswärtige Gäste auf den Straßen Friedbergs begrüßen.

Party geht weiter

Bereits vor dem Startschuss des Narrenexpress legten die Friedberger mit der traditionellen Straßenparty mit Tom Anhäuser am Rathaus los.

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Seit wenigen Wochen ist er im Amt, da fiel die Wahl des diesjährigen Mottos für seinen Motivwagen gar nicht schwer, „Einschulung 2018“ ist in großen Buchstaben zu lesen. „Ich bin noch in der Einarbeitungs- und Lernphase“, so „I-Männchen“ Antkowiak. Als Faschingsfan ist ihm die Freude am Narrenexpress deutlich anzumerken. Mit Schwung bringt er die Kamelle unters Narrenvolk. Schließlich ist Antkowiak schon lange ein aktiver Karnevalist. Jüngst hat er auch den „Rathaussturm“ wieder auf die Agenda gesetzt – und die Magistratsmitglieder mit Konfettikanonen ausgestattet.

30 Jahre sind die „Lolly Pops“ bereits mit Schwung am Start, gerade die Fußgruppen sorgen mit flotten Tanzeinlagen wieder für reichlich Stimmung. Temperamentvoll geht es gleich mit den „Red Angels Cheerleadern“ weiter. Friedberg ist bereits zum Auftakt spürbar in Partylaune. Zu ihrem 66-jährigen Jubiläum kommen dann die „Grielauer“ mit gleich drei Prinzenpaaren daher. Traditionell ist der KV Griedel wieder mit neun Zugnummern in der Kreisstadt vertreten.

Bilderstrecke Super Stimmung beim Wetterauer Narrenexpress in Friedberg
Beste Laune herrschte beim sonnigen Wetterauer Narrenexpress in Friedberg. Es folgen weitere Bilder vom Umzug.

„Verstaubt wie die Mumie im Sarkophag, so ist die GroKo im Bundestag“ lassen die Griedeler auf einem ihrer Motivwagen verlauten. „Man lässt verfallen Schulen, Straßen und Brücken, damit man sich mit der ,0‘ kann schmücken“ lautet ihre Antwort auf die „Schwarze 0“. Erstmals dabei sind die Cheerleader des American-Football-Teams „Wetterau Bulls“, die „Drogisten“ und der Musikzug Blofeld.

Prachtvoll dekoriert

Wie immer stark vertreten sind die drei heimischen Narrenzünfte aus Friedberg, „Schwarze 7“, VFCG und die Dorheimer Wetterfrösche, mit jungen und großen Garden, Fußgruppen, Showtanz, Männerballett, Komitee- oder Elferratswagen und natürlich prachtvoll dekorierten Motivwagen. Alle Narren haben sich auch in diesem Jahr wieder kreativ ans Werk gemacht. Ein besonderer Hingucker: der Motivwagen „China“ der „Issgemer Buben“ aus Bruchköbel-Nieder-Issigheim. 20 Meter ist das preisverdächtige Prachtstück lang, das mit seinem überdimensionalen Drachen für Begeisterung unter den Zuschauern sorgt.

Weiterer Höhepunkt auch der Wagen „Steampunk“ der VWC Wisselsheim – der darf auch mal richtig Dampf ablassen. „Das war doch heute mal das richtige Wetter mit blauem Himmel und ganz viel Sonne“, freut sich eine Friedbergerin, als der letzten Wagen die Burg passiert hat. „Geschneit hat es aber trotzdem“, meint ihre Tochter Marie (4). „Nämlich Konfetti!“

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