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Ludwig-Börne-Preis geht an Souad Mekhennet

Am 27. Mai findet die Verleihung des Preises in der Frankfurter Paulskirche statt. Ausgezeichnet wird in diesem Jahr Souad Mekhennet, die sich mit Recherchen über den islamistischen Terror einen Namen gemacht hat.
Souad Mekhennet stammt aus Frankfurt - und wird in Frankfurt geehrt. Foto: Karlheinz Schindler Souad Mekhennet stammt aus Frankfurt - und wird in Frankfurt geehrt.
Frankfurt/Main. 

Die deutsche Journalistin und Autorin Souad Mekhennet erhält den Ludwig-Börne-Preis 2018. Das teilte die Börne-Stiftung am Dienstag in Frankfurt mit.

Mekhennet, 1978 in Frankfurt als Tochter türkisch-marokkanischer Eltern geboren, arbeitet derzeit für die „Washington Post”. Sie hat sich international durch ihre Recherchen über den islamistischen Terror und den Dschihad einen Namen gemacht.

Die mit 20 000 Euro dotierte Auszeichnung wurde dieses Jahr als alleinige Preisrichterin von ZDF-Moderatorin Maybrit Illner vergeben. Mekhennet vereine „großen Mut, klaren Verstand und echte Leidenschaft”, begründete sie ihre Wahl. „Aus dem Frankfurter Gastarbeiterkind wurde so eine investigative Reporterin von internationalem Ruhm.” Als Verdienst Mekhennets gilt auch, die Entführung und Folterung des Deutsch-Libanesen Khaled El Masri durch den US-Geheimdienst CIA aufgedeckt zu haben.

Die renommierte Auszeichnung erinnert an den aus dem jüdischen Ghetto in Frankfurt stammenden Ludwig Börne (1786-1837). Der scharfzüngige Autor war ein Vorkämpfer für bürgerliche Freiheiten und gilt als Begründer des politischen Feuilletons. Arroganz und Heuchelei machten Mekhennet genauso zornig wie einst Börne, heißt es in der Begründung Illners weiter.

Der Preis wird am 27. Mai in der Frankfurter Paulskirche verliehen. Zu den bisherigen Preisträgern zählen Marcel Reich-Ranicki, Peter Sloterdijk, Hans Magnus Enzensberger, Joachim Gauck und Frank Schirrmacher. Zuletzt ging der Preis an den Schriftsteller und Philosophen Rüdiger Safranski.

(dpa)
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