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US-Golfküste rüstet sich für Hurrikan „Nate”

Schon wieder ein Hurrikan: Von Louisiana bis zum Nordwesten Floridas bereiten sich Einwohner an der US-Golfküste auf den Sturm „Nate” vor. Bedroht war auch die vor Jahren von „Katrina” schwer verwüstete Jazz-Metropole New Orleans.
Im Hafen von Caernarvon, Louisiana, werden Boote vor der Ankunft von „Nate” gesichert. Foto: Matthew Hinton Foto: dpa Im Hafen von Caernarvon, Louisiana, werden Boote vor der Ankunft von „Nate” gesichert. Foto: Matthew Hinton
New Orleans. 

Hurrikan „Nate” ist heute weiter erstarkt und hat weite Teile der US-Küste am Golf von Mexiko bedroht. Präsident Donald Trump rief bereits vorab für Louisiana mit der Jazz-Metropole New Orleans den Notstand aus, damit aus Washington rasch Hilfen fließen können.

Vom südöstlichen Louisiana bis zur Grenze zwischen Alabama und Florida galt eine Sturmflut-Warnung. An einigen Küsten sei mit mehr als drei Meter hohen Wellen und Überschwemmungen zu rechnen, hieß es.

In New Orleans verhängte Bürgermeister Mitch Landrieu für die Nacht zum Sonntag eine Ausgangssperre. Da die Stadt sehr tief liegt, galten Überflutungen als wahrscheinlich. Die städtischen Behörden zeigten sich aber optimistisch, dass die Pump-Anlagen die Wassermengen bewältigen werden. 2005 war die Stadt vom - weitaus stärkeren - Hurrikan „Katrina” schwer verwüstet worden. An der US-Golfküste kamen damals 1800 Menschen ums Leben, viele nach einem Dammbruch in New Orleans.

„Nate” hatte nach Angaben des Hurrikanzentrums in Miami (Florida) am Samstagvormittag (Ortszeit) Windgeschwindigkeiten von 144 Kilometern in der Stunde erreicht. Meteorologen sagten voraus, dass er bei seinem Zug über das warme Wasser des Golfes weiter zulegt und als Hurrikan der Kategorie 2 - von insgesamt fünf Stufen - in der Nacht zum Sonntag das US-Festland erreicht. Erwartet wurde, dass er zunächst südöstlich von New Orleans über die Mississippi-Mündung zieht und dann den Raum Biloxi und Gulfport (Mississippi) trifft.

Danach dürfte „Nate” nach Vorhersagen abgeschwächt in einer nordöstlichen Kurve weiterziehen. Insgesamt könnten bis zu eine Million Menschen vorübergehend die Stromversorgung verlieren, hieß es von Meteorologen.

Auf seinem Zug Richtung US-Küste hatte „Nate” dem westlichen Teil Kubas heftige Regenfälle gebracht. Zuvor waren in Mittelamerika mindestens 26 Menschen ums Leben gekommen. Dutzende wurden noch vermisst. Der Sturm hatte in Costa Rica, Nicaragua und Honduras starken Regen, Überschwemmungen und Erdrutsche verursacht. Zahlreiche Häuser wurden beschädigt. Insgesamt waren in der Region 20.000 Menschen betroffen.

„Nate” ist nach „Harvey” und „Irma” der dritte Hurrikan innerhalb von nur sechs Wochen, der das US-Festland trifft. Am 25. August war die texanische Küste vom Hurrikan „Harvey” getroffen worden, Hurrikan „Irma” ging am 10. September in Florida an Land. Das US-Außengebiet Puerto Rico wurde am 10. September von Hurrikan „Maria” verwüstet.

(dpa)
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