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Poroschenko und Putin telefonieren zu Ukraine-Treffen

Das Verhältnis von Russland und der Ukraine ist zerrüttet. Direkte Kontakte der Präsidenten Putin und Poroschenko sind selten. Kommt drei Jahre nach dem Minsker Friedensplan wieder neue Bewegung?
Telefonate zwischen Putin und Poroschenko sind selten. Foto: Alexei Druzhinin/POOL SPUTNIK KREMLIN/AP Telefonate zwischen Putin und Poroschenko sind selten.
Kiew/Moskau. 

Zum Jahrestag des Friedensplans für den Donbass haben der ukrainische Staatschef Petro Poroschenko und der russische Präsident Wladimir Putin über erwartete Ukraine-Gespräche beraten.

In dem Telefonat sei es um den Austausch von Gefangenen zwischen Militär und moskautreuen Separatisten, aber auch um die Freilassung in Russland inhaftierter ukrainischer Grenzschützer gegangen. Das berichtete die ukrainische Zeitung „Serkalo Nedeli” in der Nacht zum Mittwoch unter Berufung auf das Präsidialamt.

Der Kreml in Moskau bestätigte dies. Putin und Poroschenko hätten betont, dass der sogenannte Minsker Friedensplan umgesetzt werden müsse. Für diesen Freitag werden Gespräche Deutschlands, Frankreichs, Russlands und der Ukraine auf Ministerebene am Rande der Sicherheitskonferenz in München erwartet. Eine Bestätigung der Teilnehmer lag zunächst nicht vor.

Das Telefonat fand bereits am Montag statt - am dritten Jahrestag des Minsker Friedensankommens für das Kriegsgebiet Donbass. Am 12. Februar 2015 hatte unter anderem Kanzlerin Angela Merkel den Plan vermittelt. Er soll helfen, den bewaffneten Konflikt zwischen der ukrainischen Armee und von Moskau unterstützten Separatisten zu beenden. Die Umsetzung kommt nicht voran.

Poroschenko habe Russland auch Unterstützung bei den Untersuchungen zum Flugzeugabsturz vom Wochenende angeboten, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge. Am Sonntag war eine Passagiermaschine aus der Produktion der ukrainischen Firma Antonow in der Nähe von Moskau abgestürzt, 71 Menschen kamen ums Leben.

Telefonate zwischen Putin und Poroschenko sind selten. Das vom Montag fand nach Darstellung des Kremls auf ukrainische Initiative hin statt. Zuletzt war im Juli 2017 über ein Gespräch der beiden Präsidenten berichtet worden.

Die Ukraine sieht sich wegen der russischen Annexion der Halbinsel Krim im März 2014 und Moskaus Rückendeckung für ostukrainische Separatisten im Krieg mit dem Nachbarn. Im bewaffneten Konflikt zwischen Kiew und den Aufständischen wurden nach UN-Angaben mehr als 10.000 Menschen getötet.

(dpa)
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