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TV-Kritik: "Internationales Zirkusfestival": Musste das sein?

Von Trotz eindrucksvoller Leistungen auf Welt-Niveau wirft auch das 41. Internationale Zirkusfestival in Monte Carlo eine kritische Frage auf.
Über 100 Akrobaten aus 17 Ländern waren auf dem 41. Internationalen Zirkusfestival von Monte Carlo zu sehen. Foto: MDR/Ed Wright Über 100 Akrobaten aus 17 Ländern waren auf dem 41. Internationalen Zirkusfestival von Monte Carlo zu sehen.
Was die Oscar-Verleihung für die Filmemacher, ist das Zirkusfestival in Monte Carlo für die Zirkuswelt. Von Fürst Rainier III von Monaco, einem leidenschaftlichen Zirkus-Anhänger, in den siebziger Jahren ins Leben gerufen, hat sich das Fest von einer eher lokalen Veranstaltung zum internationalen Treffen der weltbesten Artisten und Clowns entwickelt. Auch das Fernsehen zeigt sich längst mit von der Partie: Mittlerweile lockt die Großveranstaltung Zuschauer in über 50 Ländern vor den Bildschirm.

Auch beim 41. Mal präsentieren sich die Künstler in Hochform: Wer will sich schon in der Manege eine Blöße geben, und das auch noch vor den Augen der Fürstenfamilie? Nach dem Tod ihres Vaters hat Prinzessin Stéphanie von Monaco, jüngste Tochter von Rainier III und Grace Kelly, die Schirmherrschaft übernommen. An Glamour und einem Hauch von Hollywood hat es dem Festival noch nie gefehlt.

Warum ein solches Risiko?

An atemberaubenden Nummern schon gar nicht. Schon der Luftartist Alex Michael aus Brasilien trieb ohne Sicherung und Netz in atemberaubender Höhe vielen Zuschauern sichtbar den Angstschweiß auf die Stirn. Die Kamera war so nah wie möglich dabei und rückte einige Sprünge und Aktionen auch per Zeitlupen-Wiederholung noch einmal perfekt ins Bild. Die enorme Kraft und Artistik, die der Zuschauer hier zu sehen bekommt, hinterlässt aber einen höchst zwiespältigen Eindruck.

Sie ist einerseits zu bewundern. Aber muss ein Künstler unbedingt Leben und Gesundheit riskieren?  Gerade weil Monte Carlo sich zum internationalen Höhepunkt der Zirkuskultur entwickelt hat, wäre in diesem Punkt vielleicht auch einmal nötig, ein wenig umzudenken. Schreckliche Unfälle überschatten die glanzvollen Spektakel immer wieder und sind auch in Monte Carlo schon vorgekommen: Im Jahr 2015 verunglückte der Motorrad-Springer Kevin Ferrari dort tödlich.

Ansonsten zeigte sich auch das 41. Zirkusfest aber als rasante und abwechslungsreiche Mischung aus faszinierender Akrobatik, Witz und immer wieder auch etwas Romantik. Dazu lieferte das Fernsehen auch gelegentliche Blicke hinter die Kulissen. Die Preisträger haben ihre Auszeichnungen allesamt voll und ganz verdient.
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