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TV-Kritik: "Keep it in the Family": Kindergeburtstag XXL

Zum Wochenausklang kam von den Kölnern eine bunte und harmlose Spielshow, die sich große Peinlichkeiten weitgehend ersparte.
Moderator Daniel Hartwich (l.), Teamkapitän Marlon (9) und Papa Matthias Geßner (45) Foto: IBES Moderator Daniel Hartwich (l.), Teamkapitän Marlon (9) und Papa Matthias Geßner (45)
Eine Show, in der Kinder das Sagen haben? Mit dieser Ankündigung wirbt RTL für seine freitägliche Spielshow und weckt damit ungute Vorahnungen: Schließlich erwies sich bereits die Erstausgabe der neuen Show "Nachsitzen!" des Senders, in der Kinder als Juroren antreten durften, als konzeptloser und peinlich verkrampfter Rohrkrepierer. Und auch dort spielte Daniel Hartwich den Moderator, mit ungeahnten Folgen: Der Zuschauer empfand Mitleid mit ihm.
 
Bei "Keep it in the Family" blieb die große Pleite aus. Drei Teams sind es, die hier gegeneinander antreten, jeweils ein Kind und drei Erwachsene aus dessen Familie. Auf dem Programm stehen allerlei Geschicklichkeits- und Ratespiele: So ging es zum Beispiel darum, allerlei Begriffe herauszufinden, die jemand unter kräftigen Sprüngen auf einem Trampolin pantomimisch darstellen musste. Was nicht nur sportlich einige Anforderungen stellte.

Promis aus RTL-Shows

 Nach jeder Runde durfte ein Preis gewählt werden, der von Promis präsentiert und angepriesen wurde. Bei dieser Gelegenheit betrieb RTL natürlich ausgiebig Eigenzitate: Die Promis stammten aus RTL-Shows wie Dschungelcamp oder Promi Big Brother. So durfte etwa Désirée Nick ein paar extra angefertigte Sneaker anpreisen und dennoch verlieren. Auf die Verlierer beim Anbieten der Preise wartete die Falltür.
 
Zur Auflockerung zeigten Künstler wie der Slapstick-Artist Professor Wacko ihr Können. Und so wurde gesprungen, geraten, mit überdimensionalen Bauklötzen gespielt und natürlich auch kräftig geklatscht. Im Vergleich zu Rate- und Wissensshows von "Wer weiß denn so was?" bis zu "Wer wird Millionär" hielt sich der Spannungsfaktor aber in Grenzen: Es fehlte einfach der Sogfaktor, der dort durch das Mitraten entsteht.

Ein Professor wie aus alten Slapstick-Filmen

 Dafür weckte Professor Wacko nostalgische Erinnerungen an mittlerweile leider vergessene Freitagabend-Klassiker wie "Väter der Klamotte" und "Männer ohne Nerven". Die Familien waren die Geßners, die Breidenbachs und die Hintzes: Sie brachten gute Laune mit, hielten sich aber dennoch angenehm zurück. Alles in allem wirkte die Show wie ein überdimensionaler Kindergeburtstag, bei dem nichts schieflief. Mit anderen Worten: kann man gucken.
 
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