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TV-Kritik: "Neustart auf Mauritius": Die neue Ärztin macht sich gut

Von "Die Inselärztin" heißt eine neue Reihe im ARD-Freitagsfilm. Für reichlich Augenfutter sorgen dabei Anja Knauer in der Titelrolle und das exotische Mauritius.
Es wird romantisch: Filipa (Anja Knauer) und Mike (Tyron Ricketts) kommen sich auf der Tanzfläche näher. Bild: ARD Degeto/Tivoli Film/Diensen Pamben Foto: (ARD Degeto/Programmplanung und P) Es wird romantisch: Filipa (Anja Knauer) und Mike (Tyron Ricketts) kommen sich auf der Tanzfläche näher. Bild: ARD Degeto/Tivoli Film/Diensen Pamben
Frankfurt. 

Genau danach sehnen sich nicht wenige Zuschauer am Freitagabend: An den Strand und die Tasche in den Sand fallen lassen. Hier gehören die Tasche und die nackten Füße im Sand Filipa Wagner (Anja Knauer), die einst als Chirurgin eine verantwortungsvolle Position begleitete. Jetzt will sie auf Mauritius als Hausärztin in einem Hotel ein neues Leben beginnen. Die ersten Eindrücke von Land und Strand sind natürlich paradiesisch. Aber zu einem Paradies gehören eben auch Schlangen.

Weswegen es wie ein Startschuss wirkt, als Filipa Wagner in ihrem Zimmer eine solche findet. Ungiftig, wie sich bald herausstellt. Was sie dann erwartet, geht über die anfänglichen Kleinigkeiten mit ein paar Spritzen und Pflästerchen weit hinaus. Jimmy (Selan Tadese), ein Kellner, trinkt scheinbar versehentlich einen scharfen Reiniger, der ihn innerlich massiv verätzt. Daniel Bucher (Tobias Licht), Arzt am örtlichen Krankenhaus, hält Jimmy für einen sicheren Todeskandidaten.

Kaum Zweifel am Happy-End

Später wird Filipa herausfinden, dass das Absicht war: Jimmy hat ein krankes Kind, und mit seiner Lebensversicherung für Betriebsunfälle könnte dem Kind die medizinische Behandlung finanziert werden. Um ihn zu retten, müssen sie und Bucher eine noch nicht ausreichend erprobte Operationsmethode anwenden. Die neue ARD-Reihe bietet also schon in ihrem Auftakt einen gut gemixten Cocktail aus Sozialdrama, Arztfilm und Exotik.

Für Letztere sorgt nicht nur die Umgebung, sondern auch Mike (Tyron Ricketts), der fürsorgliche Barkeeper. Sonderlich große Überraschungen sind dabei inhaltlich nicht zu erwarten. Die Erzählmuster eines gut gemachten Arztfilms will auch die neue ARD-Reihe erfüllen, und schon die immer wieder sanft und einlullend plätschernde Musik sorgt dafür, dass man am glücklichen Ausgang der Geschichte zu keinem Zeitpunkt ernsthafte Zweifel bekommt.

Die Probleme der Einheimischen stehen im Mittelpunkt

Dass dabei aber eher die Einheimischen mit den typischen Problemen eines Entwicklungslandes im Focus stehen, verleiht der Geschichte einen besonders sympathischen Schwerpunkt. Die Urlauber treten eher als komisch oder mild lächerlich gezeichnete Randfiguren auf. Das Drehbuch bleibt aber mit seinen Handlungssträngen nahe bei den Figuren und schafft es dabei sehr elegant, die touristischen Attraktionen der Insel nicht aus den Augen zu verlieren. Über Pflicht, Verantwortung und schwierige Vergangenheiten lässt sich eben auch an einem Strand wunderbar sinnieren.

Dass Hotelmanager Kulovits (Helmut Zierl) ebenso wie Bucher, Mike – den mit Kulovits eine besondere Beziehung verbindet – und Filipa Singles sind, lässt für künftige Folgen jede Menge amouröse Verwicklungen erwarten. Somit bietet die neue Reihe sympathische Hauptfiguren mit etwas Tragik, flott erzählte Geschichten, viel zum Gucken und vielleicht auch noch etwas Erotik. Was will man mehr am Freitagabend? Nächste Woche geht es weiter mit "Notfall im Paradies".

Den Film finden Sie ab sofort in der ARD-Mediathek.

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