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Brüssel und wir: Für ein sicheres Internet

#SaferInternet4EU heißt eine Kampagne der EU-Kommission. Mit ihr sollen Kinder und Jugendliche, aber auch ihre Eltern, vor den Gefahren des Internets geschützt werden.
41 Prozent der Internetnutzer in Deutschland sind schon einmal Kriminellen im Netz zu Opfer gefallen. Foto: Helmut Fohringer/Symbol 41 Prozent der Internetnutzer in Deutschland sind schon einmal Kriminellen im Netz zu Opfer gefallen.
Brüssel. 

Die Zahlen sind deutlich: Einer von drei Internet-Usern weltweit ist unter 14 Jahren alt. Und rund die Hälfte der 11- bis 16-Jährigen war im Netz schon einmal einem Risiko ausgesetzt. Dazu gehören Fake News, Stalking und Belästigung, sexuelle Anmache oder der Versuch, private Daten auszuspähen – nicht selten geschickt verpackt in Spielprogramme, hinter denen Kinder nichts Gefährliches vermuten.

Lehrer, Eltern und Kinder sind in der virtuellen Welt häufig nicht so fit wie ihre Sprösslinge, aber genauso unvorbereitet. Nun will die EU helfen. #SaferInternet4EU heißt die Kampagne, die die EU-Kommission vorgestellt hat. Dabei geht es um eine Basis für beispielhafte Projekte, wie sie in Deutschland schon mit dem Klicksafe-Portal angeboten werden (www.klicksafe.de).

„Es ist wichtig, dass sowohl Eltern wie auch Kinder und Jugendliche über die Online-Risiken Bescheid wissen. Wir müssen unsere Kinder schützen“, betonte Kommissions-Vizepräsident Andrus Ansip bei der Vorstellung. Nun werden zunächst einmal europaweit beispielhafte Initiativen gesucht, um die großen und kleinen Nutzer auf dubiose Praktiken und Gefahren aufmerksam zu machen und ihre Medienkompetenz auszubauen. Die Nutzer sollen aktiv mithelfen.

Im Jahr 2016 gingen beim bereits existierenden INHOPE-Netzwerk über 200 000 Hinweise auf Inhalte ein, bei denen es um sexuellen Missbrauch von Minderjährigen ging. Mit Hilfe der Sicherheitsbehörden konnten nach Angaben der EU-Kommission bereits 75 dieser Seiten entfernt oder geschlossen werden.

Das zeigt auch, welche Mitverantwortung jeder Surfer für ein sauberes Netz mit legalen Inhalten hat. Ein wichtiges Feld, so heißt es in Brüssel, seien aber eben auch die Angebote, die sich gezielt an Kinder richten, aber letztlich nichts anderes als ein Deckmantel für lukrative Geschäfte beispielsweise durch In-App-Käufe sind.

Mitmachen kann und muss also jeder, damit die nächste Generation das Medium als das kennenlernt, was es sein soll: ein wichtiges und nützliches Instrument für ihre Zukunft.

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