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Bahnverkehr: Mit Goethe nach Italien: Von Frankfurt nach Mailand ohne Umsteigen

Von Zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember erhält Frankfurt erstmals wieder nach über zehn Jahren einen Direktzug nach Mailand. Doch kein ICE der Deutschen Bahn wird die Verbindung ermöglichen, sondern ein Hochgeschwindigkeitszug der SBB.
Vom Fahrplanwechsel am 10. Dezember an wird dieser Hochgeschwindigkeitszug der Schweizerischen Bundesbahn täglich von Frankfurt nach Mailand fahren. Das Bild zeigt einen Triebzug gleicher Baureihe nach Mailand im Bahnhof Genf. Foto: SBB Vom Fahrplanwechsel am 10. Dezember an wird dieser Hochgeschwindigkeitszug der Schweizerischen Bundesbahn täglich von Frankfurt nach Mailand fahren. Das Bild zeigt einen Triebzug gleicher Baureihe nach Mailand im Bahnhof Genf.
Frankfurt. 

Sogenannte Trainspotter waren in den letzten Wochen wie im Goldrausch. Die Hobby-Fotografen, die auf der Jagd nach besonderen Loks oder Zügen entlang der Schienen unterwegs sind, hatten zuletzt zwischen Frankfurt, Karlsruhe und Basel einen echten Exoten im Fokus.

Seit September war mit dem ETR 610 (italienisch: ElettroTreno Rapido) ein ganz besonderer Hochgeschwindigkeitszug zu Test- und Schulungsfahrten unterwegs – erstmals auch im Rhein-Main-Gebiet und Südhessen. Objekt der Begierde war der vom italienischen Stardesigner Giorgio Giugiaro entworfene ETR 610 der Schweizerischen Bundesbahnen SBB. Der Grund: Bevor der Hochgeschwindigkeitszug vom Fahrplanwechsel am 10. Dezember an täglich zwischen Frankfurt und Mailand unterwegs ist, mussten die SBB-Lokführer auf den neuen Zug und die Strecke eingewiesen werden.

Neue Zuggattung

Mit dem schicken Super-Schnellzug wird erstmals seit einem Jahrzehnt wieder eine Direktverbindung zwischen der deutschen und der italienischen Bankenmetropole angeboten. Dabei wird sogar eine neue Zuggattung auf Deutschlands Schienennetz aus der Taufe gehoben: der Euro-City-Express (ECE).

Die tägliche Verbindung wird als ECE 151 um 08.01 Uhr ab Frankfurt über Mannheim und Basel, durch den neuen Gotthard-Basistunnel nach Mailand rauschen (Ankunft 15.35 Uhr). Die Rückfahrt ab Mailand ist um 11.23 Uhr, der Zug erreicht dann seine Endstation in Frankfurt um 18.59 Uhr.

Zugnamen haben bei der Deutschen Bahn Tradition

Mit dem Start des ICE-Zeitalters vor 25 Jahren begann auch das Ende der Bahn-Epoche, bei der die einzelnen Städteverbindungen im Fahrplan einen Zugnamen trugen.

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Der siebenteilige Triebwagen hat Sitzplätze für bis zu 430 Passagiere und kann in Deutschland, der Schweiz und in Italien auf allen drei Stromsystemen eingesetzt werden. Deshalb wird er von der DB, den SBB und dem italienischen Bahnkonzern TI als „trinationaler Zug“ beworben.

Kenner der Branche sehen in dem Superzug aber eine Konkurrenz zum deutschen Intercity-Express. Denn anders als der französische Hochgeschwindigkeitszug TGV, der zwischen Frankfurt, Karlsruhe/Kaiserslautern und Paris von einer gemeinsamen Tochtergesellschaft der DB und der französischen Eisenbahn SNCF betrieben wird, ist der ETR 610 (gebaut im italienischen Alstom-Werk) ein Angebot der Schweizerischen Bundesbahn SBB – in dem aber ganz normal der DB-Fahrpreis für ICE gilt.

Verlängerte Strecke

Die Fahrtzeit von siebeneinhalb Stunden entspricht den bislang angebotenen Zugverbindungen zwischen der Stadt am Main und der zweitgrößten Stadt Italiens – dabei war allerdings ein Umsteigen in Basel/Zürich (über den Gotthard-Basistunnel) oder Bern (Lötschberg-Basistunnel) nötig. Der Grund: der Frankfurt-Mailand-Express wird von der SBB nur als Verlängerung der Verbindung Mailand–Basel bis Frankfurt realisiert.

In den kommenden Jahren sollen weitere Zugverbindungen auf der Strecke folgen. Bereits am 17. November wird die offizielle Premierenfahrt mit der Chefetage von DB und SBB in Basel eine Garnitur des ETR 610 feierlich auf den Namen „Johann Wolfgang von Goethe“ taufen.

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