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Winzige Fliege nach Arnold Schwarzenegger benannt

Ein US-Forscher hat die wohl kleinste bekannte Fliege der Welt nach Ex-Schauspieler und Politiker Arnold Schwarzenegger benannt. Foto: Istvan Bajzat/Tyler Hayden Ein US-Forscher hat die wohl kleinste bekannte Fliege der Welt nach Ex-Schauspieler und Politiker Arnold Schwarzenegger benannt.
Los Angeles. 

Die wohl kleinste bekannte Fliege der Welt hat nun einen großen Namen: Ein US-Forscher hat sie nach dem muskulösen Ex-Schauspieler und Politiker Arnold Schwarzenegger (70) benannt. 

Auf die Idee kam der Insektenforscher Brian Brown wegen der wulstigen Vorderbeine des Insektes, wie er am Mittwoch in Los Angeles mitteilte.

Die Ehre habe Schwarzenegger, ehemals Gouverneur von Kalifornien, verdient: „Er ist nicht nur eine bedeutende kulturelle Ikone und eine wichtige Persönlichkeit im politischen Bereich, seine Autobiografie gab mir auch die Hoffnung, dass ich meinen Körper als dünner Teenager verbessern könnte”, so Brown vom Natural History Museum of Los Angeles County (US-Staat Kalifornien). 

Megapropodiphora arnoldi ist rund fünfmal kleiner als eine Fruchtfliege. Das 0,395 Millimeter große Insekt sei im brasilianischen Amazonas-Regenwald entdeckt worden, schreibt Brown im „Biodiversity Data Journal”. Das weibliche Exemplar sei dort in eine Fliegenfalle gelangt. Im Gegensatz zu ihren großen Vorderbeinen habe sie allerdings kleinere Mittel- und Hinterbeine sowie winzige Stummel-Flügel.

Der Forscher des Museums in Los Angeles hatte schon 2012 den früheren Rekordhalter Euryplatea nanaknihali entdeckt. Die Fliege ist mit 0,4 Millimeter Länge nur unwesentlich größer als „Arnoldi” und gehört zur gleichen Insektenfamilie, den Buckelfliegen (Phoridae). In dieser Familie finden sich zahlreiche Arten, deren Larven parasitisch in Ameisen leben.

Auch „Arnoldi” könnte laut Brown eine solche Lebensweise haben. Darauf deute das spitze, scharfe Körperteil hin, durch den das Weibchen seine Eier ablegt. Die Fliegen ließen sich vermutlich von ihrem Wirt in ein Nest oder eine Kolonie tragen, so Brown. Ein lebendes Exemplar konnte bisher allerdings nicht beobachtet werden.

(dpa)
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