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Zwei Minuten vor zwölf: „Weltuntergangsuhr” vorgestellt

Wenn es um den Untergang der Menschheit geht, steht die Uhr nicht nur auf fünf vor zwölf, sondern auf zwei vor zwölf. Das haben Wissenschaftler jetzt verkündet und die „Weltuntergangsuhr” erneut um eine halbe Minute nach vorne verstellt.
Zwei vor Zwölf: Die „Weltuntergangsuhr” des „Bulletin of Atomic Scientists” ist erneut vorgestellt worden. Foto: Gretel Johnston Zwei vor Zwölf: Die „Weltuntergangsuhr” des „Bulletin of Atomic Scientists” ist erneut vorgestellt worden.
Washington. 

Eine Forschergruppe sieht eine wachsende Gefahr für den Untergang der Menschheit und hat daher die „Weltuntergangsuhr” um 30 Sekunden auf zwei Minuten vor Mitternacht vorgestellt.

Gründe seien unter anderem die Unvorhersagbarkeit der US-Politik unter Präsident Donald Trump, nordkoreanische Raketentests und fehlende Abrüstungsverhandlungen, teilte das „Bulletin of Atomic Scientists” mit. Damit drücken die Wissenschaftler die gesunkenen Chancen aus, einem Atomkrieg oder der Klimakatastrophe zu entgehen.

„Wenn man die nukleare Lage der Welt nur als düster bezeichnet, ist das eine Unterbewertung der Gefahr und der Unmittelbarkeit”, sagte Rachel Bronson, die Präsidentin der Gruppe von Wissenschaftlern.

Bereits im vergangenen Jahr hatten die Forscher die „Weltuntergangsuhr” um 30 Sekunden nach vorne verstellt. Davor hatte sie seit 2015 auf drei Minuten vor Mitternacht gestanden. 1953, nach den ersten Wasserstoffbomben-Tests stand sie zuletzt auf zwei Minuten vor Zwölf.

Die Uhr erscheint seit 1947 und soll symbolisieren, wie dicht die Menschheit an der Vernichtung durch Atomwaffen und Umweltgefahren ist. Bei ihrer Einführung stand sie auf sieben vor zwölf. Nach dem Fall der Berliner Mauer hatten die Forscher ihre Uhr deutlich - und zwar auf 17 Minuten vor Mitternacht - zurückgestellt.

(dpa)
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