Autoversicherung zu spät informiert: Kein Schadenersatz

Ein Unfallschaden an einem Auto sollte der Versicherung möglichst schnell gemeldet werden. Sonst droht der Fall, dass die Versicherung keinen Schadenersatz leistet. Dies zeigt ein Gerichtsurteil.
Nach einem Schaden am Auto muss die Versicherung schnell informiert werden. Foto: Jan Woitas/dpa Nach einem Schaden am Auto muss die Versicherung schnell informiert werden.
Hamm. 

Informieren Autobesitzer ihre Kfz-Versicherung zu spät über einen Schaden, bleiben sie womöglich auf den Kosten sitzen. Das zeigt ein Urteil des Oberlandesgerichts Hamm, auf das die Rechtsanwaltskammer Oldenburg hinweist (Az.: 20 U 42/17).

Im konkreten Fall hatte ein Porschefahrer sein Auto am Straßenrand abgestellt. Er bemerkte vor dem Losfahren einen Schaden an der Fahrerseite und einen Zettel mit einem Namen und einer Handynummer. Einen Monat später ließ er den Schaden begutachten und für etwa 5600 Euro reparieren. Seiner Versicherung teilte er zunächst nichts mit, da er selbst den Verursacher ausfindig machen und an diesen seine Forderungen stellen wollte. Das sei nicht gelungen, weshalb er sich ein halbes Jahr nach dem Vorfall bei seiner Versicherung meldete.

Die wollte nicht zahlen, da der Mann vorsätzlich die Bedingungen missachtet habe. Das Gericht gab der Versicherung Recht. Der Mann hätte laut Vertrag jeden Schaden binnen einer Woche melden müssen. Und zwar unabhängig davon, ob er Leistungen nutzen wolle oder nicht. Das soll dafür sorgen, dass der Versicherer eigene Ermittlungen anstellen könne, falls er in Anspruch genommen wird. Auch das Gutachten half dem Mann nicht weiter. Denn es sei fehlerhaft gewesen und enthielt keine Bestätigung darüber, dass der Schaden fachgerecht repariert worden sei.

(dpa)
Zur Startseite Mehr aus Auto & Verkehr

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse