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Bei der Spielemesse denken die Besucher im Team

Rund 1200 Neuerscheinungen werden auf der Spielemesse in Essen vorgestellt. Immer öfters müssen Spieler zusammenarbeiten, um gegen das Spiel zu gewinnen.
Das Spiel „Terraforming Mars” ist Preisträger des Deutschen Spiele Preis 2017. Foto: Roland Weihrauch/dpa Das Spiel „Terraforming Mars” ist Preisträger des Deutschen Spiele Preis 2017.
Essen. 

Als Dieb in einem Einkaufscenter, gefangen in einem U-Boot oder als Eroberer auf dem Mars: Rund 1200 Spielneuheiten können die Besucher auf der Spielemesse in Essen ausprobieren und dabei in zahlreiche Fantasie-Welten eintauchen.

Insgesamt 1100 Aussteller präsentieren vom 26. bis 29. Oktober Neues und Klassisches aus der Welt der Karten- und Brettspiele. Dabei gilt strikt die Regel: Computerspiele müssen draußen bleiben.

„Brettspiele entschleunigen den Alltag und laden in eine andere Welt ein, das wird immer beliebter”, sagt die Sprecherin des Messeveranstalters Friedhelm Merz Verlag, Dominique Metzler. Rund 175 000 Besucher aus allen Altersklassen werden zur 35. Auflage der Spielemesse erwartet. In vielen Hallen sind dabei Erwachsene deutlich in der Mehrzahl. Immer öfter seien begeisterte Spieler vor allem in der Gruppe der 20- bis 30- Jährigen zu finden.

Neben dem Spielen nutzen viele Besucher die Messe für ihre ersten Weihnachtseinkäufe. Denn ein Großteil der Spiele wird später nicht in deutschen Regalen zu finden sein. „Mehr als die Hälfte der Aussteller kommen aus dem Ausland, den USA, Frankreich oder sogar Neuseeland”, erklärt Metzler.

Viele Spielehersteller setzen zur Zeit auf Gemeinschaftsspiele, bei denen die Teilnehmer zusammen arbeiten müssen, anstatt zu konkurrieren. Im Spiel „Magic Mace” befinden sich die Spieler auf einer Diebestour in einem Kaufhaus und müssen die Beute unentdeckt aus dem Laden bringen. Die Herausforderung: Die Spieler dürfen nicht miteinander reden. Das Spiel hat in diesem Jahr den Preis für das innovativste Spiel 2017 gewonnen.

Preisträger des Deutschen Spiele Preis 2017 ist „Terraforming Mars”. Hier ist jeder Spieler Chef eines Konzerns und versucht, den Mars bewohnbar zu machen.

Im Trend sind auch sogenannte Escape-Spiele, bei denen die Spieler Rätsel lösen müssen, um aus einem Raum fliehen zu können. Das Spiel „Escape Room: Virtual Reality” enthält eine Brille, mit der die Spieler mit Hilfe der zugehörigen App in die Spielwelt eintauchen können. Gefangen in einem U-Boot oder mit einem Helikopter abgestürzt, müssen sie gemeinsam versuchen, sich aus der misslichen Lage zu befreien.

Rund 500 Millionen Euro wurden im vergangenen Jahr in Deutschland mit Brett- und Kartenspielen umgesetzt. Auch in diesem Jahr ist der Vorsitzende des Verbundes Spieleverlage e.V., Hermann Hutter, optimistisch. Wie auch in den vergangenen zwei Jahren rechnet er mit einer Umsatzsteigerung von zehn Prozent. „Das Weihnachtsgeschäft ist besonders wichtig für uns. Wenn es draußen kalt und dunkelt ist, wird drinnen gerne gespielt”, sagt Hutter.

Auf der Messe werden die Spiele nicht nur ausprobiert. Die Besucher können in Turnieren gegeneinander antreten oder werden in Form von Rollenspielen selbst Teil ihres Lieblingsspiels. Für das sogenannte „LARP” - „Live Action Role Playing” - steht eine ganze Halle bereit. Hier nehmen Spielefans aller Altersklassen in oft eigens gebastelten Kostümen die Rolle von Elfen, Zwergen oder Hobbits ein. In einer weiteren Halle kommen alle Comic Fans von Spider-Man und Mickey Mouse auf ihre Kosten.

(Von Lena Feuser, dpa)
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