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Elterngeld verändert auch die Ansichten von Großeltern

Die Akzeptanz einer gleichberechtigten Aufgabenteilung in der Familie ist mit der Einführung des Elterngeldes gestiegen - auch bei den Großeltern. Das zeigt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW).
Rollenverständnis: Wenn Großeltern sehen, dass ihr Sohn Elternzeit nimmt, hat das auch einen Effekt auf ihre eigenen Ansichten. Foto: Jochen Lübke dpa Rollenverständnis: Wenn Großeltern sehen, dass ihr Sohn Elternzeit nimmt, hat das auch einen Effekt auf ihre eigenen Ansichten.
Berlin. 

Das Elterngeld wirkt nicht nur auf Mütter und Väter, die es beziehen: Auch auf Großeltern hat die Leistung einen psychologischen Effekt. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW).

So haben viele Großeltern, deren Söhne nach Einführung des Elterngeldes Kinder bekommen haben, ihre Vorstellungen von Geschlechterrollen verändert - hin zu einer gleichberechtigteren Aufgabenteilung.

Die Einstellungen der Großeltern bezüglich der Arbeitsteilung wurden anhand der Zustimmung zu folgender Aussage gemessen: „Frauen sollten sich stärker um die Familie kümmern als um ihre Karriere”. Verglichen wurden dabei Großeltern, deren Söhne nach der Elterngeldreform von 2007 ein Kind bekommen haben, mit Großeltern, deren Söhne vor 2007 Vater wurden.

Sowohl für Großmütter als auch für Großväter zeigt sich, dass die Aussage mit einer größeren Wahrscheinlichkeit abgelehnt wird, wenn ihr Sohn nach der Elterngeldreform ein Kind bekommen hat. Der Einstellungswandel zeigt sich bei den Großmüttern stärker als bei den Großvätern.

Berechnungen des DIW zufolge lehnen Großmütter, deren Söhne nach 2007 Vater geworden sind, die Aussage mit einer um 28 Prozentpunkte höheren Wahrscheinlichkeit ab als Omas, deren Söhne kurz vor der Elterngeldreform Vater wurden.

„Wenn Großeltern sehen, dass ihr eigener Sohn Elternzeit nimmt, dann hat das eben auch einen Einfluss auf ihre eigenen Einstellungen zum Rollenverständnis von Männern und Frauen”, fasst es Katharina Wrohlich vom DIW zusammen.

(dpa)
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