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Vitaminpillen und Co.: Nahrungsergänzungsmittel für Kinder sind oft überdosiert

Vitaminpillen und Co. für Kinder sind seit Jahren umstritten. Ärzte warnen vor den Nahrungsergänzungsmitteln. Wie ungesund diese Präparate für Kinder tatsächlich sind, hat die Verbraucherzentrale untersucht.
Auf Nahrungsergänzugsmittel für Kinder sollten Eltern besser verzichten. Foto: Matthias Hiekel Auf Nahrungsergänzugsmittel für Kinder sollten Eltern besser verzichten.
Hannover. 

Wochenlang nichts als Nudeln oder Würstchen: Eltern sind schnell in Sorge, dass ihr Kind nicht genügend Nährstoffe zu sich nimmt. Abhilfe versprechen viele Nahrungsergänzungsmittel.

Die meisten Produkte sind aber nicht nur unnötig, sondern können Kindern durch Überdosierung sogar schaden, wie die Verbraucherzentrale Niedersachsen in einem Test herausgefunden hat.

Sie hat 26 Ergänzungsmittel für Kinder unter die Lupe genommen . Dabei zeigte sich: Bei der Mehrheit der Produkte liegt der Wert von mindestens einem Vitamin oder Mineralstoff über den offiziellen Empfehlungen für Vier- bis Siebenjährige. Zum Beispiel Vitamin C: Empfohlen werden täglich 30 Milligramm.

Die Produkte im Test wiesen aber eine Spannbreite von 20 bis 200 Milligramm auf. Ähnlich bei Biotin: Hier liegt der Referenzwert bei 10 bis 15 Mikrogramm, die Mittel enthalten aber zwischen 10 und 150 Mikrogramm.

Eine Überdosierung ist deshalb kritisch, da sich fettlösliche Vitamine im Körper anreichern und unter Umständen etwa Kopfschmerzen, Übelkeit oder Müdigkeit auslösen können.

Grundsätzlich brauchen Kinder keine zusätzlichen Präparate für eine gesunde Entwicklung. Im Zweifel sollten Eltern immer zuerst mit dem Kinderarzt sprechen.

(dpa)

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