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Umstieg auf Folgemilch ist nicht nötig

Experten halten Folgemilch für unnötig. Sie ist ernährungsphysiologisch irrelevant und kann durch überflüssige Inhaltsstoffe gar eine Belastung für den kleinen Organismus darstellen.
Nach dem Absetzen der Pre-Milch setzen viele Eltern mit Folgemilch fort. Doch das ist nicht nötig. Foto: Boris Roessler Foto: dpa Nach dem Absetzen der Pre-Milch setzen viele Eltern mit Folgemilch fort. Doch das ist nicht nötig. Foto: Boris Roessler
Baierbrunn. 

Wer sein Kind mit Pre-Milch füttert, muss nicht auf Folgemilch umsteigen. Sie kann meist ab dem fünften Lebensmonat zugefüttert werden. Oft machen Eltern das, weil sie das Gefühl haben, Pre-Milch alleine reicht ihrem Kind nicht mehr.

Dabei gibt es keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass Folgemilch die Bedürfnisse älterer Säuglinge besser berücksichtigt, sagt Prof. Mathilde Kersting in der Zeitschrift „Baby und Familie” (Ausgabe 04/2018). Sie leitet das Forschungsinstitut für Kinderernährung der Unikinderklinik Bochum.

Außerdem ähnelt Folgemilch mit den Ziffern zwei und drei in ihrer Zusammensetzung immer weniger der Muttermilch. Zusätzlich können Zucker und Geschmacksaromen enthalten sein. Eltern sollten beim Kauf deshalb auf das Kleingedruckte achten. Überflüssige Inhaltsstoffe sind zum Beispiel Glukose, Maltose oder Vanillin.

(dpa)
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