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Bei ETFs lieber lange investieren

Wer sein Geld an der Börse anlegt, sollte seine Wertpapiere normalerweise ständig im Blick behalten. Nicht ganz so viel Kontrolle benötigen ETFs. Sie lohnen jedoch nur bei langfristigen Investitionen.
Bei einem Anlagezeitraum von 20 Jahren bergen ETFs das geringste Risiko. Die beste Rendite in diesem Zeitraum lag in der Vergangenheit bei 16,6 Prozent im Jahr. Foto: Franziska Gabbert Foto: dpa Bei einem Anlagezeitraum von 20 Jahren bergen ETFs das geringste Risiko. Die beste Rendite in diesem Zeitraum lag in der Vergangenheit bei 16,6 Prozent im Jahr. Foto: Franziska Gabbert
Berlin. 

Weltweite börsengehandelte Fonds (ETFs) sind auch für Anleger geeignet, die kein Interesse am Börsengeschehen haben, aber auf die Chancen der Aktienmärkte nicht verzichten wollen.

Der Grund: Weil ETFs einen Index abbilden, passen sie sich automatisch veränderten Bedingungen an, erklärt die Zeitschrift „Finanztest” der Stiftung Warentest (Ausgabe 3/2018). Verschieben sich aufgrund neuer Entwicklungen Börsengewichte, fließt das in die Indizes und damit in die Fonds ein. Das eingesetzte Geld sollte allerdings längerfristig investiert werden, damit man in Krisenzeiten nicht gezwungen ist, Verluste zu realisieren. Die Erfahrung zeigt: Selbst nach schweren Rückschlägen hat sich der weltweite Aktienmarkt wieder berappelt.

Allerdings brauchte das Zeit: In der Vergangenheit konnten Anleger mit einem Anlagehorizont von 10 Jahren mit einem ETF auf den MSCI World Index im besten Fall 20,2 Prozent pro Jahr erwirtschaften, im schlechtesten Fall lag die Rendite bei minus 3,8 Prozent pro Jahr. Bei einem Anlagezeitraum von 20 Jahren machten Anleger dagegen auch im schlechtesten Fall keinen Verlust: Hier lag die beste Rendite bei 16,6 Prozent pro Jahr, die schlechteste bei 3,3 Prozent pro Jahr.

Am größten sind Chancen und Risiken bei einem Anlagezeitraum von 12 Monaten: Während im besten Fall hier 66,1 Prozent Plus möglich waren, lag der maximale Verlust bei 39,1 Prozent. Aus Sicht der Experten sollte der Anlagehorizont daher mindestens 10 Jahre betragen.

(dpa)
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