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Steuer-Rat: Freibetrag für Betriebsveräußerung optimal nutzen

Wer seinen Betrieb mit Gewinn verkauft, muss Steuern zahlen. Sparen lassen sich die Abgaben mit einem Freibetrag. Oft kann man ihn aber nicht in Anspruch nehmen.
Der Bundesfinanzhof hat entschieden: Wer mehrere Beteiligungen verkauft, kann den Freibetrag nur einmal geltend machen. Foto: Frank Leonhardt Der Bundesfinanzhof hat entschieden: Wer mehrere Beteiligungen verkauft, kann den Freibetrag nur einmal geltend machen.
Berlin. 

Steuerzahler, die ihren Betrieb, einen Teilbetrieb oder eine Beteiligung mit Gewinn veräußern, können einen Freibetrag von bis zu 45 000 Euro in Anspruch nehmen und damit Steuern sparen. Voraussetzung dafür ist etwa, dass der Steuerzahler mindestens 55 Jahre alt ist.

„Der Freibetrag kann allerdings nur einmal im Leben genutzt werden”, sagt Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler. Das gilt nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs auch dann, wenn mehrere Beteiligungen verkauft werden (AZ.: X R 12/14). Selbst wenn der Freibetrag nicht vollständig ausgeschöpft wurde, ist eine Berücksichtigung des verbleibenden Teils bei weiteren Veräußerungen ausgeschlossen.

Im konkreten Urteilsfall besaß der Kläger Beteiligungen an vier verschiedenen Kommanditgesellschaften. Der Kläger beantragte die Zusammenfassung der Veräußerungsgewinne, weil er den Freibetrag für alle vier Veräußerungen nutzen wollte. Sowohl das Finanzamt als auch das Finanzgericht lehnten dies ab und berücksichtigten den Freibetrag nur bei einer Veräußerung gewinnmindernd. Der Bundesfinanzhof bestätigte diese strenge Auffassung.

„Steuerzahler sollten sich deshalb gut überlegen, bei welcher Veräußerung sie den Freibetrag einsetzen wollen und so am meisten profitieren”, rät Klocke. Wer an mehreren Betrieben beteiligt ist, sollte also vorab durchrechnen, wo es sich am meisten lohnt, den Freibetrag einzusetzen. Bis zur Bestandskraft des Steuerbescheids kann der Freibetrag sowohl gestellt als auch noch zurückgenommen werden.

(dpa)

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