Die Barriere intakt lassen: Juckreiz nicht nachgeben

Juckreiz ist sehr unangenehm. Deswegen fangen viele Betroffene an zu kratzen. Doch das kann einen Teufelskreis in Bewegung setzen. Besser ist eine andere Reaktion.
Auch wenn es so sehr juckt - es ist besser, nicht zu kratzen. Foto: Friso Gentsch Auch wenn es so sehr juckt - es ist besser, nicht zu kratzen.
Berlin. 

Es beginnt mit einem Reiz: ein Tierchen, das über den Arm läuft. Oder ein Pflanzenteil, das sich unter die Haut geschoben hat. Schon spürt der Mensch einen Juckreiz. Und möchte kratzen. Nur ist das meist keine so gute Idee.

Was das kann?

Der Körper tut nichts einfach so. Selbst die nervigsten Dinge haben ihren Sinn. Ja, auch das Jucken. „Es ist immer dann sinnvoll, wenn etwas aus der Haut heraus soll”, erklärt Prof. Martin Metz von der Klinik für Dermatologie und Allergologie der Berliner Charité Universitätsmedizin. Ein Stachel zum Beispiel oder winzige Pflanzenteile. Früher war schließlich keine sterile Pinzette zur Hand. Da hat der Mensch Eindringlinge aus der Haut buchstäblich herausgekratzt.

Was also tun?

Leider, leider: trotzdem nicht kratzen! Denn erstens lassen sich Stachel und Co. heute auch aus der Haut befördern, ohne dass man diese wichtige Barriere des Körpers kaputt macht. Und zweitens gibt es auch jede Menge Juckreiz, der eben nicht sinnvoll ist - sondern in einem Teufelskreis endet.

Ein typischer Auslöser ist Histamin. Es wird zum Beispiel bei Allergikern ausgeschüttet und führt zu Juckreiz, der durch Jucken immer weiter befeuert wird. „Das ist dann nicht sinnvoll, sondern krankhaft”, sagt Metz. Sobald einen so ein Juckreiz selbst belastet, ist er ein Fall für den Arzt. Übrigens auch dann, wenn auf der Haut gar nichts zu sehen ist: Auch Veränderungen in inneren Organen können Juckreiz verursachen.

(dpa)
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