Fitness für den Kopf: Seriöse Gehirnjogging-Apps erkennen

Schnelle Erfolge, hoher Preis, unbekannter Autor: Anhand dieser Faktoren lässt sich erkennen, ob eine Gesundheits-Apps gut ist oder nicht. Wie gesundheitsbewusste Menschen genau vorgehen, erklärt ein Experte in dem Bereich.
Erst überprüfen, dann herunterladen: Gute Fitness-Apps erkennen Nutzer nicht auf den ersten Blick. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn Erst überprüfen, dann herunterladen: Gute Fitness-Apps erkennen Nutzer nicht auf den ersten Blick.
Hannover. 

Sie heißen „Neuronation” oder „Memorado” und schlummern zuhauf in Apples App- und Googles Playstore: Anwendungen, die das Gehirn auf Trab halten sollen. Aber während der Nutzer beim guten alten Sudoku in der Zeitung noch wusste, woran er war, ist der Markt für Gehirnjogging-Apps höchst unübersichtlich.

Einen Hinweis darauf, ob eine App hilfreich ist, gibt das Impressum, erklärt Urs-Vito Albrecht von der Medizinischen Hochschule Hannover. Er forscht dort unter anderem über Chancen und Risiken von Gesundheits-Apps.

„Eine einfache Online-Recherche nach dem Namen des Autors oder Herausgebers kann schon klären, ob es sich um einen Autoren handelt, der viel zu dem Thema geschrieben hat”, sagt der Experte.

Skeptisch sollten Nutzer sein, wenn die App schnelle Erfolge garantiert oder mit hohen Kosten verbunden ist. Generell gilt: „Im Bereich Gesundheits-Apps lässt sich leider nicht aufgrund eines hohen Preises auf eine entsprechend hohe Qualität schließen.”

Ist die App kostenpflichtig, rechnen die Macher in der Regel direkt mit dem Storebetreiber ab. Persönliche Daten muss man also - eigentlich - nicht hinterlegen. Soll man es doch tun, muss der Herausgeber dies gut begründen. Ein Blick in die Datenschutzerklärung sollte zeigen, wofür die Daten verwendet werden. „Fehlt eine solche Erklärung, würde ich die App gar nicht nutzen.”

Was genau so eine App können sollte, hängt von der Zielsetzung des Nutzers ab: Will er seine Aufmerksamkeit trainieren, logisches Denken oder das Erinnerungsvermögen? Und nicht jede Methode hilft bei jedem, sagt Albrecht. Da hilft dann nur noch: selbst ausprobieren.

(dpa)
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