Halsschmerzen richtig selbst behandeln

Gerade bei nass-kaltem Wetter häufen sich Erkältungsanzeichen. Halsschmerzen gehören dazu. Verschiedene Präparate versprechen Linderung. Ob Tablette oder Spray, die Auswahl ist groß.
Lutschtabletten helfen gegen Halsschmerzen. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa Lutschtabletten helfen gegen Halsschmerzen. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa
Freiburg. 

Noch ist es morgens kalt, da beginnt der Hals schnell mal zu kratzen. Durch trockene Luft in Büros und Wohnungen haben Viren leichtes Spiel. Weil Halsschmerzen vor allem beim Essen unangenehm sind, besorgen sich viele Lutschtabletten oder Sprays aus der Apotheke.

„Das kann man durchaus machen”, findet Michael Deeg vom Deutschen Berufsverband der HNO-Ärzte. Die meisten Lutschtabletten und Sprays befeuchten ihm zufolge die Schleimhaut und betäuben lokal den Rachenraum. „Der Effekt hält etwa eine Stunde”, sagt der HNO-Facharzt aus Freiburg. „Manche Menschen müssen allerdings würgen, wenn sie ein Spray verwenden, dann nimmt man lieber Lutschtabletten.”

Wenn die Beschwerden zunehmen oder nach etwa einer Woche nicht besser werden, sollten Betroffene aber zum Arzt gehen, empfiehlt Deeg. Dann könnte zum Beispiel ein bakterieller Infekt dahinterstecken, der eventuell mit Antibiotika behandelt werden sollte. „Wer eine eitrige Angina hat, dem helfen Lutschtabletten eh kaum noch”, sagt Deeg. In diesem Fall darf man in Absprache mit dem Arzt ruhig zusätzlich eine Schmerztablette nehmen, zum Beispiel mit dem Wirkstoff Ibuprofen.

(dpa)
Zur Startseite Mehr aus Gesundheit

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse