Wenn der Böller daneben geht: Silvesterunfälle: Bei Augenverletzungen beide Augen abdecken

Durch Feuerwerkskörper kommt es in der Silvesternacht jedes Jahr zu zahlreichen Verletzungen. Besonders oft sind Hände und Augen betroffen. Was im Notfall zu tun ist, erklärt ein Experte vom Deutschen Roten Kreuz.
Feuerwerk gehört für viele zu Silvester dazu. Fehlgezündete Böller oder Raketen, die nicht wie geplant nach oben schießen, können aber zu schweren Verletzungen führen. Foto: Florian Schuh/dpa-tmn Feuerwerk gehört für viele zu Silvester dazu. Fehlgezündete Böller oder Raketen, die nicht wie geplant nach oben schießen, können aber zu schweren Verletzungen führen.
Berlin. 

Geht ein Böller am Silvesterabend im wahrsten Sinne des Wortes ins Auge, sollten beide Augen abgedeckt werden. So wird das verletzte Auge nicht mehr bewegt, erläutert Prof. Peter Sefrin vom Deutschen Roten Kreuz (DRK).

Generell muss bei schweren Verletzungen umgehend die 112 angerufen werden. Hat jemand durch die Explosion eines Feuerwerkskörpers einen Finger oder einen Teil eines Fingers verloren, sollten Umstehende helfen, ihn zu finden. Am besten geben sie den abgerissenen Teil den Rettungskräften mit.

Kleinere Verbrennungen - etwa an der Hand - sollten sofort gekühlt werden. Größere Wunden lässt man besser in Ruhe. Kälte kann dazu führen, dass der Betroffene auskühlt. Ist die Verbrennung oder Verbrühung größer als die Handfläche des Verletzten, muss sie von einem Arzt behandelt werden.

Auch zu viel Alkohol kann zu brenzligen Situationen führen. Wird jemand, der zu viel getrunken hat, bewusstlos, spricht man ihn an. Reagiert er gar nicht, müssen Umstehende die 112 anrufen. Der Betroffene gehört in die stabile Seitenlage, damit die Atemwege offen bleiben, falls er sich erbricht. Außerdem muss er zugedeckt werden, damit er nicht auskühlt.

(dpa)

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