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Das können Helfer im Notfall für den Hund tun

Plötzliche Atemnot oder eine starker Blutverlust bei einer Verletzung: Wie leistet man einem Hund erste Hilfe? Viele Maßnahmen ähneln denjenigen, die auch beim Menschen zu treffen sind. Doch es gibt auch Unterschiede.
Atmet der Hund nicht mehr, kann ihn eine Mund- zu-Nase-Beatmung vielleicht retten, wie hier ein Tier-Notfallsanitäter an einem Hunde-Dummy auf der Internationalen Rassehundeausstellung Cacib in Nürnberg demonstriert. Foto: Daniel Karmann Atmet der Hund nicht mehr, kann ihn eine Mund- zu-Nase-Beatmung vielleicht retten, wie hier ein Tier-Notfallsanitäter an einem Hunde-Dummy auf der Internationalen Rassehundeausstellung Cacib in Nürnberg demonstriert.
München. 

Der Hund ist in eine Scherbe getreten, hat sich an einem Ast verletzt oder einen Hitzschlag: Auch Vierbeiner können auf Erste Hilfe angewiesen sein. Dabei unterscheidet sie sich nur wenig von der für Menschen.

Als erstes gilt die ABC-Regel. Die Buchstaben stehen für Airway, Breathing und Circulation - überprüft werden sollten also die Atemwege, die Atmung sowie Herschlag und Puls.

Leidet das Tier unter Atemnot, atmet es sehr schnell und meist flach. Ist auf den ersten Blick keine Atmung zu erkennen, hat der Helfer mehrere Möglichkeiten: Er kann zum einen auf Kopfhöhe des Tieres gehen und so besser sehen, ob sich der Brustkorb bewegt. Alternativen sind, das Ohr ans Maul zu halten oder eine Hand auf den Brustkorb zu legen. Ein Hund atmet normalerweise 15 bis 30 Mal pro Minute.

Atmet das Tier gar nicht mehr oder kaum noch, kann es eine Mund-zu-Nase-Beatmung vielleicht retten. Dazu wird dem Tier das Maul zugehalten und ein Taschentuch über die Nase gelegt - dann wird fünf- bis sechsmal Mal pro Minute kräftig in die Nasenlöcher gepustet. Im Anschluss eine Minute warten, ob die Spontanatmung wieder einsetzt. Wenn nicht, mit circa 20 Atemstößen pro Minute weiter beatmen.

Wunden sind in der Regel erstmal nebensächlich, es sei denn, eine Arterie ist getroffen - dann spritzt das Blut. Hier sollte die Stelle oberhalb der Wunde mit viel Kraft abgebunden werden, damit die Blutung aufhört. Hängen Gedärme aus dem Bauch, sollten sie mit einem Tuch fixiert werden - so etwas sieht zwar schrecklich aus, das Tier hat aber durchaus Überlebenschancen. Für die Wundversorgung eignen sich die Utensilien aus dem Erste-Hilfe-Kasten im Auto.

Bei all diesen Maßnahmen ist aber Vorsicht angesagt, denn sie können für den Helfer gefährlich werden. Der Grund: Verletzte Tiere neigen dazu, spontan zu kratzen und zu beißen. Helfer sollten sich deshalb selbst schützen, zum Beispiel mit Handschuhen. Größeren Hunden kann mit einem Gürtel eine Maulschlinge umgelegt werden. Zum Eigenschutz gehört auch, sich selbst und das Tier möglichst aus dem gefährlichen Bereich der Straße weg in Sicherheit zu bringen.

(dpa)
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