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Igel finden sich in der Stadt gut zurecht

Es ist ein neues Phänomen: Großstädter treffen immer häufiger Igel in Parks oder Gärten an. Kein Wunder, die kleinen Tiere haben sich an uns angepasst. Wichtig ist nun, dass die Menschen ihre Lebensweise beachten.
Igel suchen oft die Nähe der Menschen und leben in städtischen Parks oder Gärten. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-tmn Igel suchen oft die Nähe der Menschen und leben in städtischen Parks oder Gärten.
Berlin. 

Wer in der Stadt lebt, sollte sich nicht über herumlaufende Igel wundern. Auf keinen Fall sollte man die Tiere einsammeln, nur weil man das Gefühl hat, Igel seien in der Stadt fehl am Platz.

Nur in Ausnahmefällen ist eine Umsiedlung gerechtfertigt und sinnvoll, erklärt Ursula Bauer von der Aktion Tier. Igel sind sogenannte Kulturfolger, die heute vorrangig in der Nähe des Menschen zum Beispiel in Parks oder Gärten leben. Igel kommen dort gut zurecht und müssen nicht automatisch gerettet werden.

Wirklich hilfsbedürftig sind nur die wenigsten Igel: Zum Beispiel, wenn sie offensichtlich verletzt oder stark untergewichtig sind. Auch Igelsäuglinge mit noch geschlossenen Augen, die sich tagsüber außerhalb des Nestes befinden, oder Tiere, die bei Dauerfrost und geschlossener Schneedecke draußen herumlaufen, brauchen Hilfe. Laien können oft aber nur schwer beurteilen, ob sich ein Tier in Not befindet. Im Zweifel sollten sie deshalb immer eine spezielle Igelrettungsstelle kontaktieren.

(dpa)
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