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Ohne Rute und Schlappohr: Kupierte Hunde müssen leiden

Um Rottweilern ein bedrohlicheres Aussehen zu verschaffen, trennen Züchter den Tieren beispielsweise Teile des Ohres ab. Diese Praktik ist hierzulande verboten, der Handel mit den kupierten Vierbeinern allerdings nicht.
Manche Züchter trennen Hunden Teile vom Ohr und Schwanz ab, um sie aggressiver erscheinen zu lassen. Dobermänner und Rottweiler sind besonders häufig davon betroffen. Foto: Bernd Thissen/dpa Manche Züchter trennen Hunden Teile vom Ohr und Schwanz ab, um sie aggressiver erscheinen zu lassen. Dobermänner und Rottweiler sind besonders häufig davon betroffen. Foto: Bernd Thissen/dpa
Bonn. 

Einem Hund Teile vom Ohr oder vom Schwanz wegzuschneiden, ist in Deutschland zwar verboten - der Verkauf und die Haltung solcher Tiere sind grundsätzlich aber legal. Dennoch sollten Verbraucher keine sogenannten kupierten Hunde bei Züchtern kaufen, raten Tierschützer.

Weniger Nachfrage könnte die Zahl solcher Eingriffe verringern, sagt Lea Schmitz vom Deutschen Tierschutzbund. Meist bringen Züchter die Tiere für die Amputation ins Ausland. „Die Tiere leiden jedoch auch bei ihrer Rückkehr nach Deutschland noch unter Wundschmerzen”, sagt Schmitz.

Vor allem bei Rottweilern und Dobermännern werden Ohren und Rute mit einem Skalpell abgeschnitten. Dadurch sollen die Hunde aggressiver aussehen - was von manchen Besitzern gewünscht sei: „Schlappohren wären zu niedlich”.

Besteht der Verdacht, dass jemand gegen das Kupierverbot verstößt, sollte man das dem zuständigen Veterinäramt melden, rät die Expertin. Das Tierschutzgesetz verbietet in Deutschland das Kupieren der Ohren bei Hunden seit 1986 und das der Ruten - mit Ausnahme von jagdlich geführten Hunden - seit 1998.

(dpa)
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