Bei Gallmilben-Befall schwellen Knospen der Johannisbeere an

Gallmilben können die Blätter von Johannisbeeren schädigen. Haben die Sträucher also schon im Winter oder zeitigen Frühjahr dicke Knospen, könnte es sich um einen Schädlingsbefall handeln.
Gallmilben überwintern in den Knospen von Johannisbeersträuchern. Bei starkem Befall sind die Blätter kleiner und unsymmetrisch. Foto: Karl-Josef Hildenbrand Gallmilben überwintern in den Knospen von Johannisbeersträuchern. Bei starkem Befall sind die Blätter kleiner und unsymmetrisch.

Bonn (dpa/tmn) - Wenn es bei Johannisbeeren so wirkt, als ob sie im Winter oder zeitigen Frühjahr frühzeitig austreiben, sind Gallmilben schuld. Sie überwintern in den Knospen und sorgen dafür, dass diese sich ungewöhnlich dick und kugelförmig an den noch kahlen, nicht belaubten Zweigen aufblähen.

Betroffen sind Rote und Schwarze Johannisbeeren. Darauf weist der Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen hin. Nach dem Überwintern verlassen die winzigen Gallmilben an den ersten warmen Tagen die Knospen und siedeln sich auf dem sich nun entfaltenden Laub an.

Ist der Befall ausgeprägt, wachsen die Blätter unsymmetrisch und kleiner heran, denn die Milben saugen an ihnen. Auch die neuen Knospen werden von den Milben befallen, sie vermehren sich darin.

Alle sogenannten Rundknospen müssen ausgebrochen und vernichtet werden, erklären die Pflanzenexperten. Sind Triebe stark befallen, werden sie am besten ganz entfernt. Bei einer Vielzahl betroffener Triebe kann der Strauch radikal zurückgeschnitten werden. Auch benachbarte Sträucher sind gefährdet, da Wind und Regentropfen die Milben weitertragen können.

(dpa)
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