Müssen Gartenrosen im Herbst eingegraben werden?

Rosen-Besitzer möchten möglichst lange etwas von ihren Pflanzen haben. Damit ihre Lieblinge die kalten Monate überleben, sollten Hobbygärtner die Pflanze eingraben. Aber warum eigentlich?
Die Heckenrose zählt zu den Gartenrosen und diese sollten im Winter vor der Kälte geschützt werden. Foto: Mascha Brichta/dpa/tmn Die Heckenrose zählt zu den Gartenrosen und diese sollten im Winter vor der Kälte geschützt werden.

Veitshöchheim (dpa/tmn) - Anhäufeln nennen Profis das Aufschichten von Erde um den Rosenstock. Das soll helfen, um Rosen im Gartenbeet durch den kalten Winter zu bringen. Aber warum ist es nötig, die Rosen quasi tiefer einzugraben?

Beet- und Strauchrosen sind meist veredelt. Bei dieser Form der ungeschlechtlichen Vermehrung wird ein Trieb eines Gehölzes mit einer anderen Pflanze der gleichen Gattung verbunden. Die neue Pflanze verbindet Eigenschaften beider Einzelstücke. Die Veredelungsstelle der Rose kann man gut ausmachen: Sie ist ein verdickter Basistrieb, der rund fünf Zentimeter tief im Boden liegt.

Um diese empfindliche Stelle gut vor Kälte zu schützen, gibt man den Winter über noch mehr Erde darüber. Die Bayerische Gartenakademie rät zu einer Extra-Schicht von 15 Zentimetern. Eine zusätzliche Abdeckung mit Fichtenzweigen empfehlen die Experten vor allem bei besonders frostgefährdeten Sorten.

Vor dem Anhäufeln werden die Triebe der Gartenrose um etwa die Hälfte eingekürzt. Der richtige Rückschnitt wird aber erst im Frühjahr vorgenommen. Die Strauchrose muss im Herbst nicht geschnitten werden. Nicht veredelte Wildarten brauchen in der Regel den Angaben zufolge keine Schutzmaßnahmen.

Eine Besonderheit sind die Hochstämme: Ihre Veredelungsstelle befindet sich oben am Ansatz der Krone. Bei jüngeren Rosen, deren Triebe noch elastisch sind, können diese umgebogen und die Krone am Boden fixiert werden. Somit lässt sich die Veredelungsstelle anhäufeln. Bei älteren Rosen ist der Stamm zu starr, daher sollte man hier die Krone mit Fichtenzweigen abdecken, rät die Gartenakademie.

(dpa)
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