Goethe-Institut startet Netz-Uni für internationalen Dialog

Für kulturelle Vielfalt und gegen Vorurteile: Das Goethe-Institut beginnt im Wintersemester eine Digital-Universität zur Stärkung des internationalen Dialogs. An dem Projekt machen neun Unis aus verschiedenen Ländern mit.
Klaus-Dieter Lehmann, Präsident des Goethe-Instituts, erklärte, die Digital-Uni solle einen Gegenentwurf zu nationalistischen Tendenzen bilden. Foto: Monika Skolimowska Klaus-Dieter Lehmann, Präsident des Goethe-Instituts, erklärte, die Digital-Uni solle einen Gegenentwurf zu nationalistischen Tendenzen bilden.
Berlin. 

Das Goethe-Institut startet in diesem Herbst eine Internet-Universität, um den internationalen Dialog zu stärken und Konflikten entgegenzutreten.

An dem digitalen Projekt sind neun Hochschulen aus Deutschland, Österreich, Russland, Georgien und der Ukraine beteiligt, wie das weltweit tätige Kulturinstitut mitteilte. Man habe sich bewusst für Länder entschieden, deren Beziehungen wegen politischer Spannungen in den vergangenen Jahren immer schlechter geworden seien.

Klaus-Dieter Lehmann, Präsident des Goethe-Instituts, erklärte zum Auftakt des Projekts, die Netzwerk-Uni solle mit Weltoffenheit, Verantwortung und kultureller Vielfalt einen Gegenentwurf zu nationalistischen Tendenzen bilden. Außerdem gehe es darum, Vorurteilen und sogenannten alternativen Fakten wissenschaftliche Erkenntnisse entgegenzusetzen.

Ab dem Wintersemester können Studenten der teilnehmenden Hochschulen Internet-Kurse zu Themen wie Konfliktprävention, Friedensforschung oder nachhaltiger Entwicklung belegen. Beteiligt sind neben den deutschen Universitäten Bremen, Bochum und Frankfurt (Oder) die drei russischen Unis in Kasan, Tjumen und Moskau, Tbilissi in Georgien, Mariupol in der Ukraine und die Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik in Wien.

(dpa)
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